Impuls zu
Weihnachten
Teil 2
Es ist vollbracht! –
Wer in dieser Nacht in die Krippe schaut, sieht mehr als ein Kind; er sieht die Welt im Werden.
Es ist vollbracht.
(Johannes 19,30a)

„Es ist vollbracht!“
Jesus Christus ist geboren.
Ein Kindlein in der Krippe, irgendwo in einem kleinen Dörfchen namens Betlehem. Karg und ärmlich in einem Stall. Es war dunkel, vielleicht nass, kalt und regnerisch. Aber das hat Gott nicht aufgehalten. Denn Gott ist treu, was Er zusagt, dass hält Er auch. Und was könnte Gottes Liebe und Sehnsucht zu uns besser symbolisieren, als ein Kind, ein kleines, zartes Wesen, welches eine tiefe und unzertrennliche Verbindung zu seinem Schöpfer hat.
Jesus Christus ist geboren. Das Licht Gottes ist in die Welt gekommen, um uns von all dieser Dunkelheit zu befreien.
Johannes schreibt:
In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
(Johannes 1,4.5.9)
So wie wir heute das ewige Licht, das Friedenslicht aus Bethlehem, entzünden und uns mit seinem hellen Schein umgeben, so ist Jesus in dieser besonderen Nacht in die Dunkelheit der Welt hineingeboren. Er hat die Finsternis verdrängt und uns das Licht des Lebens gebracht. Und Er zeigt uns, mit Seinem ganzen Leben und Wirken auf Erden, wie auch wir aus der Dunkelheit dieser Welt, aus der Dunkelheit unserer Selbst, in Sein Licht treten können.
Jesus, ist gekommen, damit Freude, Hoffnung und neues Leben in unseren Herzen Einzug halten kann. Blinde, Taube, Gelähmte, Aussätzige, Verspottete, Verstoßene – sie alle überwinden durch den Glauben an Jesus Christus die Dunkelheit der Welt und treten ein in das Licht des neuen Lebens, so wie ein neugeborenes Kind, welches zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt.
Und auch zu uns ist ER gekommen. Und Er streckt uns Seine Hand entgegen und lädt uns ein in Sein Licht zu treten und Seine Freude, Seine Hoffnung und das ewige Leben in Seiner Herrlichkeit zu empfangen.
Gott ist Mensch geworden, um uns nahe zu sein, um uns von all dem Bösen zu befreien, um uns ein Leben in Seiner bedingungslosen Liebe zu schenken.
Jesus ist geboren, damit wir den Weg zu Gott finden, den Weg zu einer neuen, innigen Beziehung zu Gott.
Das Wort Gottes, der lebendige Gott selbst, lebt nicht nur unter uns, sondern mit uns. Er ist bei uns in all unseren Schwächen, all unseren Sorgen und Problemen, aber auch in all unserer Freude. Er, nur ER führt uns den Weg des wahren Lebens.
Es ist vollbracht.
Jesus ist im Dunkel der Nacht geboren. Er ist in die Dunkelheit der Welt hineingeboren und hat den Menschen das Licht gebracht. Doch das ist nicht das Ende der Geschichte, es ist erst der Anfang – unser ganz persönlicher Anfang.
Aber um im Licht Jesu zu leben, um dieses neue und wahre Leben zu empfangen, müssen wir aktiv werden. Wir müssen den Weg durch die Dunkelheit aktiv antreten, so wie die Hirten, die Weisen, die Männer und Frauen vor uns. Wir müssen unseren Blick von der Finsternis abwenden und zum Licht, zur Krippe, zur Freude und zum Leben in Jesus Christus hinwenden.
Es ist vollbracht.
Gott hat Sein Werk auf Erden begonnen. Der Weg ist bereitet – für uns – für alle Seine Kinder. Für die Einsamen, die Zerbrochenen, die Leidenden, die Gequälten, die Verachteten und Verspotteten. Aber auch für die Treuen, die Beschützenden, die Bewahrer des Wortes, für die Glaubenden.
Für uns – für dich und mich.
Es ist vollbracht.
Werden wir still vor der Krippe, werden wir still vor dem Kreuz, werden wir still vor Gott und wir werden diesen Satz hören. Nicht nur zu Ostern, nicht nur am Ende, nicht nur am Kreuz, sondern auch hier und jetzt, an der Krippe, in dieser Heiligen Nacht und an jedem neuen Anfang.Es ist vollbracht.
Und dieser Satz gilt nicht nur Seinem Sohn. Dieser Satz gilt auch uns. Gott spricht in unser aller Leben hinein. In unser ganz persönliches Sein.
Es ist vollbracht.
„Sieh, welch große Freude ich dir bringe. Ich bin gekommen, zu dir, in deine Stube, in dein Leben. Ich habe dir einen Weg bereitet, ich habe dir heute meinen Sohn geschenkt, ich reiche dir meine Hand. Es ist an dir sie zu ergreifen.“
Er ist in diese Welt, in die Dunkelheit unseres Lebens getreten. Er ist gekommen, um die Schwächsten zu stärken, die Kleinen zu erhöhen, die Armen zu beschenken und die Kranken zu heilen. Kein Schichi und Tamtam, kein hochtrabendes und aufgesetztes Getue, kein eloquenter Club, keine VIP-Lounge, kein „Biste-was-haste-was“, kein Professor Dr. Dr. Dr. – einfach DU! Einfach ein kleines Kind.
Hören wir auf Seine Worte, hören wir auf Seine Stimme, wenn Er uns ruft.
Fürchtet euch nicht!
Siehe, ich verkündige euch große Freude
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus,
der Herr, in der Stadt Davids.
(Lukas 2,10-11)
Gott ist da. Er ist hier. Hier bei uns. Und Er wartet auf uns.
Die Tore zu Seinem Himmlischen Reich sind geöffnet. Der Weg zu Ihm ist bereitet.
Öffnen auch wir, heute an diesem Heiligen Abend, unser Herz für Ihn, unser Herz für dieses wundervolle kleine Kind in der Krippe, und lassen wir Ihn in unser Leben hinein.
Folgen wir dem Schein Seines Lichtes, dem hellen Morgenstern. Vertrauen wir auf Seine Worte, vertrauen wir auf Seine Führung, vertrauen wir auf Seine Liebe zu uns.
So wie Petrus es uns sagt:
Umso fester verlassen wir uns jetzt auf das,
was Gott durch seine Propheten zugesagt hat. Auch ihr tut gut daran,
wenn ihr darauf hört. Denn Gottes Zusagen leuchten wie ein Licht in der Dunkelheit,
bis der Tag anbricht und der aufgehende Morgenstern in eure Herzen scheint.
(2. Petrus 1,19)
Schenken wir Ihm unser Herz, unseren Geist, unsere Seele. Schenken wir Ihm unser Sein.
Empfangen wir aus diesen kleinen Händchen all den Segen, welchen Er für uns vorbereitet hat. Empfangen wir Seinen Geist und lassen wir Ihn in uns und durch uns leben.
Gott hat es vollbracht. Und Er vollbringt dieses Weihnachtswunder jeden Tag aufs Neue. Gott ist treu, Er gibt niemanden auf, Er ist geduldig und liebevoll.
Er zwingt uns nicht zur Umkehr, sondern Er bietet uns die Möglichkeit zur Heimkehr. Und Er wartet mit offenen Armen auf uns. Der Stall in Betlehem liegt offen vor uns und Er empfängt uns – Seine Kinder – mit größter Freude und Liebe.
Folgen wir Seiner Stimme, folgen wir Seinem Ruf, folgen wir Ihm nach Betlehem zur Krippe und empfangen wir in dieser dunklen Nacht, Jesus Christus, das Licht der Welt. Halten wir dieses kleine Kind in den Armen und lassen wir uns von Gott mit Freude, Friede und Liebe erfüllen. Glauben wir an Jesus Christus, Seinen Sohn, den Er uns in dieser Heiligen Nacht offenbart hat und empfangen wir das neue und ewige Leben in Gott.
„Es ist vollbracht.“
AMEN
