Kirchliches Holzgestühl mit farbigen Lichtreflexen eines Glasfensters; darüber steht mehrfach das Wort ‚Trinitatis‘ in verschiedenen Schriftarten.

Impuls zum
Sonntag Trinitatis
Teil 2

Gott ist kein geistliches Konstrukt, sondern ein Vater, der uns nahe ist.

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft
des Heiligen Geistes sei mit euch allen.“
(2. Korinther 13,13)

Kirchenraum mit buntem Lichtspiel der Sonne durch ein farbiges Glasfenster; auf dem Bild steht der Bibelvers aus 2. Korinther 13,13 über Gnade, Liebe und Gemeinschaft.

Gott – Sehnsucht und Nähe

Gott haucht allem den Lebensatem ein.

Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase.
Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
(1. Mose 2,7)

Er kreiert Farben und Düfte und verwandelt Dunkelheit in Licht.

Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen:
Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.
(1. Johannes 1,5)

Er lässt Hoffnung wachsen und Herzen brennen.

Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns,
da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?
(Lukas 24,32)

Gottes Sehnsucht nach uns

Die Welt hat uns vereinnahmt und uns zu Handlangern der Sünde und Bosheit gemacht. Doch Gott gibt uns nicht auf. Er sieht jedes kleine Fünkchen Glaube und kämpft um uns.

Gott liebt uns und möchte uns wieder nach Hause führen. Wir sind Seine Kinder – Miterben Christi, Teil Seiner göttlichen Familie. Wir sind aus Ihm – wir gehören zu ihm.
So wie unsere Familien den Mittelpunkt unsers Lebens darstellen – so möchte auch Gott uns in die Mitte der göttlichen Dreieinigkeit stellen.

Auch wenn der ein oder anders das noch nicht erkennen kann: Doch eines Tages berührt Gottes Hand jeden Menschen tief in seinem Herzen.

Gott liebt uns bedingungslos – aber nicht unsere sündhafte Natur.

Er ist heilig – in Ihm gibt es keine Sünde.

Er ist der Fels. Seine Werke sind vollkommen;
denn alle seine Wege sind recht.
Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er.
(5. Mose 32,4)

Und einer rief zum andern und sprach:
Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth,
alle Lande sind seiner Ehre voll!
(Jesaja 6,3)

Unüberwindbare Mauern – und der Eine, der sie durchbricht

Wir Menschen sind Sünder – ohne Ausnahme.
Wir alle haben gesündigt – jeder auf seine Weise. Doch egal wie viele oder wenige, wie groß oder klein – jede Sünde macht uns unrein vor Gott und damit unfähig in Gottes Gegenwart zu kommen.

Die Sünde ist wie ein festverschlossenes Tor zu Gottes Paradies. Unüberwindbare Mauern, verriegelt und undurchdringbar.

Und Jesus setzt noch einen drauf:

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen.« 28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Wenn dich aber dein rechtes Auge verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. Wenn dich deine rechte Hand verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.
(Matthäus 5,27-30)

Nicht nur Taten – auch Gedanken trennen uns von Gott.

Selbst wenn wir glauben, nichts Unrechtes getan zu haben, sollten wir auch unsere Gedanken prüfen.
Die Sünde lauert an jeder Ecke. WIR SIND MENSCHEN in einer gefallenen Welt.

Doch Gott wäre nicht Gott, wenn Er das Unmögliche nicht möglich machen würde.

Jesus – der Weg zurück in die Einheit

Ungeachtet allem hat uns Gotteinen Weg bereitet, damit wir in Gemeinschaft mit Ihm leben können – JESUS Christus.

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater denn durch mich.
(Johannes 14,6)

Jesus – das Wort Gottes – ist Mensch geworden.
Er hat uns gezeigt, dass Sein Wort lebt und durch uns gelebt werden kann.
Er hat uns gelehrt, dass wir das Leben, das Gott für uns geschaffen hat, führen können.
Das wahre Leben kommt von Ihm. Es ist keine Utopie – sondern ein liebendes, aufrichtiges, demütiges und dankbares Herz.
Jesus hat die Mauern durchbrochen, die wir selbst nie hätten überwinden können.

Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken,
die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
(Epheser 2,10)

Es ist das Herz Jesu, das in uns schlägt.
Es ist der Atem Gottes, der durch uns strömt.
Es ist der Geist Gottes, der unsere Gefühle und unsere Gedanken lenkt.
Es ist die göttliche Dreieinigkeit, die in uns lebt. ELOHIM in uns!

Ein Leib – viele Glieder

Jesus ist gekommen, um unsere Sünden zu sühnen und uns den Weg zu bereiten. Er ist unser Weg zum Vater.

Oder wie Paulus es so schön darstellt: Jesus ist der Leib und wir sind die Glieder an diesem Leib.

Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben,
aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben,
so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus,
aber untereinander ist einer des andern Glied.
(Römer 12,4-5)

Wir sind EINS mit Jesus – und Jesus ist EINS mit Gott.

Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast,
auf dass sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir,
auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkennen,
dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.
(Johannes 17,22-23)

Wenn wir unsere Hand in die Seine legen, wird Er uns in die Einheit mit Gott zurückführen.
Durch Jesus sind wir ein Leib, leben wir in einem Geist und treten wir ein in die göttliche Dreieinigkeit – Gott, der Vater; Jesus, unser Herr und der Heilige Geist.

Sind wir ein Leib mit Jesus, sind wir Teil der Trinität.
Nicht wir sind die Trinität – doch wir dürfen in Ihr leben.

Die Berührung Gottes – ein Bild der Sehnsucht und Nähe

Es gibt dieses unglaublich schöne Bild von Michelangelo, in welchem sich zwei Finger sanft „berühren“. Das Bild stellt Gott und Adam dar. Die erste Einheit von Gott und Mensch, vor dem Sündenfall.

Das Bild kann aber auch Gott und Jesus darstellen. Ein Bild der Auferstehung, des neuen Bundes, der neuen Einheit.

Und auch wir können darin unsere Verbindung zu Jesus erkennen und folglich auch unsere Gemeinschaft mit Gott.

Es ist ein Bild der Sehnsucht Gottes nach uns – und unsere Sehnsucht nach Ihm.

Gott streckt Seine Finger nach uns aus, um uns sanft zu berühren und um uns Nähe zu geben.

Lassen wir nicht zu, dass zwischen diesen Fingern eine Lücke bleibt.
Schließen wir sie.

Lassen wir zu, dass sich unsere Finger berühren.
Lassen wir zu, dass der Herzschlag Jesu in uns den Ton angibt.
Lassen wir zu, dass der Geist Gottes uns durchströmt.
Lassen wir zu, dass Gott uns wieder in Seine Mitte stellt.

Wagen wir den Schritt in die Dreieinigkeit hinein und werden auch wir EINS mit Gott, mit Jesus und dem heiligen Geist.

Denn:

„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.“
(2. Korinther 13,13)

Amen

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