Impuls zum
Sonntag Sexagesimä
2. Teil
Ein Impuls über das Hören –
über das Wort, das uns trifft, herausfordert und verwandeln will, wenn wir ihm Raum geben.
Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet,
so verstockt eure Herzen nicht.
(Hebräer 3,15)

Worte oder
das WORT
| Markus 4 | Matthäus 13 | Lukas 8 |
| Und anderes fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten es, und es brachte keine Frucht. | Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten es. | Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen, die mit ihm aufwuchsen, erstickten es. |
Und die, bei denen unter die Dornen gesät wurde, das sind solche, die das Wort hören, aber die Sorgen dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach anderen Dingen dringen ein und ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. | Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. | Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife. |
Der Same unter den Dornen
3. Der Same (Gottes Wort) fällt unter Dornengestrüpp und bevor er sich schön entwickeln kann, wird er von den Dornen unterdrückt.
Gottes Wort ist wunderbar. Voller Kraft, Hoffnung und Liebe. Seine Verheißungen malen ein farbenfrohes Bild einer idyllischen Welt. Alles ganz einfach hat Jesus gesagt.
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig
und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!
Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
(Matthäus 11,29-30 SCH2000)
Wir brauchen uns keine Gedanken um unser Leben zu machen hat Jesus gesagt.
Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben,
was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt!
Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?
(Matthäus 6,25 SCH2000)
Doch unser Alltag sieht oft anders aus.
Viele von uns werden wie diese Samen sein, die unter Dornengestrüpp aufwachsen.
Wir leben umgeben von Ängsten und Sorgen, Leistungsdruck und Erwartungen. Die Stimmen der Welt sind laut und fordernd. Die Welt hält uns gefangen. Ein Geflecht aus Lug und Betrug, Macht und Gewalt, Neid und Gier engt uns ein und verhindert, dass wir die Freiheit erfahren, die Gottes uns zugesprochen hat.
Doch Jesus lädt uns ein:
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid,
so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch
und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!
Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
(Matthäus 11,28-30)
Und Paulus ruft uns erneut zu:
Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet,
so verstockt eure Herzen nicht.
(Hebräer 3,15)
Und dann gibt es die letzte Gruppe.
| Markus 4 | Matthäus 13 | Lukas 8 |
| Und anderes fiel auf das gute Erdreich und brachte Frucht, die aufwuchs und zunahm; und etliches trug dreißigfältig, etliches sechzigfältig und etliches hundertfältig. | Anderes aber fiel auf das gute Erdreich und brachte Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig und etliches dreißigfältig. | Und anderes fiel auf das gute Erdreich und wuchs auf und brachte hundertfältige Frucht. |
| Und die, bei denen auf das gute Erdreich gesät wurde, das sind solche, die das Wort hören und es aufnehmen und Frucht bringen, der eine dreißigfältig, der andere sechzigfältig, der dritte hundertfältig. Markus 4,14-20 SCH2000 | Auf das gute Erdreich gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört und versteht; der bringt dann auch Frucht, und der eine trägt hundertfältig, ein anderer sechzigfältig, ein dritter dreißigfältig. Matthäus13,18-23 SCH2000 | Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in standhaftem Ausharren. Lukas 8,11-15 SCH2000 |
Der Same auf gutem Boden
4. Der Same (Gottes Wort), fällt auf überaus fruchtbaren Boden, kann sich wunderbar entwickeln und mannigfaltig gute Frucht hervorbringen.
Das ist der Boden, den Gott für uns bereiten möchte – ein Herz, das hört, aufnimmt und bewahrt.
Gott hat Sein Wort in unser Herz gepflanzt. Wir sind fähig in der Nachfolge Jesus zu leben. Der Funke ist da, wir müssen ihn nur entfachen und mit Gottes Wahrheiten nähren.
Wir dürfen uns im Vertrauen auf Gott fallen lassen – in seine Hände, in sein Wirken, auf den guten Boden, den Er zuvor bereitet hat.
Und Paulus ruft uns zu:
Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet,
so verstockt eure Herzen nicht.
(Hebräer 3,15)
Jesus beendet Sein Gleichnis mit den Worten:
„Wer Ohren hat zu hören, der höre!“
Hören wir auf seine Stimme. Hören wir auf sein Wort!
Und lassen wir uns fragen: Welcher Boden sind wir?
Wer sind wir in Christus?
Sind wir auf dem Weg, auf dem der Teufel auf und ab spaziert, uns Gottes Wahrheit raubt und uns zu negativen Gedanken oder bösen Worten und Taten verleitet?
Sind wir wie der harte Felsen, der Gottes Wort hört, dessen Herz aber von der Welt verhärtet ist, sodass Seine Wahrheit keine Möglichkeit bekommt tief einzudringen und Wurzeln zu schlagen?
Oder leben wir unter einem Gestrüpp aus Sorgen und Ängsten, die wir nicht loslassen können und die das Wort Gottes, Seine Zusagen und Verheißungen im Keim wieder ersticken?
Oder sind wir doch der fruchtbare Boden, der Sein Wort begierig aufnimmt, es hört, liest und lernt. Ein Herz, dass Seine Liebe tief in sich spürt, Sein Wirken erkennt und Seinem Willen folgt?
Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet,
so verstockt eure Herzen nicht.
(Hebräer 3,15)
Nicht jeder ist auf Anhieb ein fruchtbarer Boden. Aber nur wenn wir erkennen, wo wir in Christus stehen, können wir unseren Weg mit Gott gehen. Nur wenn wir uns offen eingestehen, wo unsere Schwächen liegen, können wir Gott um Hilfe bitten.
Gott verwandelt uns. Er macht aus hartem Boden, fruchtbares Land.
Zweifel, Ängste und Sorgen sind erlaubt.
Schwäche ist erlaubt.
Gott braucht nicht unsere Perfektion – Er möchte nur unser Herz.
Lassen wir zu, dass Gott Seine Samen auf fruchtbaren Boden, auf dem guten Fundament unseres Glaubens, auf Jesus Christus, aussäet.
Lassen wir zu, dass Sein Wort in uns wächst, damit es eine reiche Ernte bringt.
Wachsen und gedeihen, langsam und sorgsam, um schließlich umso kräftiger, beständiger und reichhaltiger aus IHM hervorzugehen.
AMEN
