Ein Bild passend zum Sonntag Rogate - Psalm 66,20 - Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet.

Impuls zum
Sonntag Rogate
Teil 2

Je näher wir Gott kommen, desto mehr entdecken wir, wie nah Er uns längst ist –
denn zwischen unserem Herzschlag und Gottes Gegenwart liegt nur ein Gebet.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft
noch seine Güte von mir wendet.
(Psalm 66,20)

Ein Bild passend zum Sonntag Rogate - Psalm 66,20 - Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet.

So nah kann Gott sein

Das Gebet ist seit Urzeiten der wichtigste Bestandteil in unserem Leben mit Gott. Es ist das A und O unseres Glaubens – unsere Kommunikation mit Gott, unser Gespräch, unsere Verbindung zu Ihm.

Im Alten Testament wirkt es manchmal so, als dürfe sich das „gemeine Fußvolk“ nicht direkt an Gott wenden, weil oft ein „Mittelsmann“ (ein Priester oder von Gott berufener Diener, wie Mose, David oder Daniel) die Anliegen und Sorgen der Menschen überbrachte. Doch auch dort finden wir bereits viele persönliche Gebete, leise und unmittelbare Gespräche mit Gott (z. B. bei Maria oder der Mutter Samuels).

Im Neuen Testament bekommt das Gebet durch Jesus eine neue Strahlkraft. Es wird zu einem tragen Pfeiler unseres Glaubens.

Betet. Betet. Betet. Betet mit aller Hingabe.
Alleine, zu zweit oder in Gemeinschaft – ganz egal, aber betet.

Betet ohne Unterlass.
(1. Thessalonicher 5,17)

Unsere Gebete zu Gott sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens mit Gott. Sie sind die direkte Verbindung – kein Telefon, keine E-Mail, kein WhatsApp. Nur das unmittelbare, persönliche Gespräch, mündlich oder schriftlich. „Back to the Roots.“

Und das ist gar nicht so schwierig. Schon die Heilige Schrift zeigt uns, dass Gebete nichts Hochtrabendes sein sollen. Keine erhabenen Worte, keine hochgeistlichen Ausdrücke oder ausschweifende Gestiken. Die tiefsten Gebete kommen aus dem Herzen, sie sind „Seufzer des Heiligen Geistes“.

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden;
denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen.
(Matthäus 6,7)

Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt,
sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen.
(Römer 8,26)

Alles, was uns bewegt – Sorgen, Freude, Stauen, Lachen, Alltag oder besondere Erlebnisse – dürfen wir vor Gott bringen. Wir dürfen Ihn um Hilfe und Rat, Kraft und Mut, Weisheit und Erkenntnis und vor allem, um Vergebung und Heilung bitten.

Gott möchte uns! Er möchte alles von uns erfahren – jedes Detail unseres Lebens. Auch wenn ER uns bis in die Haarspitze kennt und weiß, was uns bewegt, möchte Er es aus unserem Mund hören.
Es ist dieser Weg des Vertrauens, der Verbundenheit und Einheit.

Unsere Gebete sollten daher immer unsere tiefsten Herzensgründe offenlegen – egal ob sie mit bunten Farben geschmückt oder in Trauerkleider gehüllt sind. Das ist es, was Gott von uns möchte: Offenheit und Demut, geboren aus der Erkenntnis, dass wir Ihn brauchen.

Die Basis bleibt Jesus Christus. Der Glaube an Ihn trägt alles Weitere. ER ist die Brücke zwischen Gott und uns – der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft
noch seine Güte von mir wendet.
(Psalm 66,20)

Aber wie sollen wir beten?

Wenn wir diesen Weg Jesu gehen, dann versichert uns unser Bibelvers, wird Gott unsere Gebete erhören und uns Seine Güte zuwenden.

Unser Gebet stärkt und intensiviert unsere Beziehung zu Gott. Es ist unsere Zeit mit Ihm, unser persönliches Gespräch.
Deshalb sollten Gebete keine Selbstdarstellung oder ein Schauspiel für die Außenwelt sein. Sie sind und bleiben intensive und intime Gespräche zwischen Vater und Kind.

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler;
denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken
auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden.
(Matthäus 6,5)

Es ist völlig unwichtig, wie wir beten. Kein Literaturvortrag, keine großen Reden, kein hochtrabendes „Bibel-Deutsch“. Wir müssen niemanden beeindrucken. Wir dürfen einfach WIR selbst sein.

Gott möchte UNS – real, echt und greifbar; keine Maske, kein doppelter Boden, kein Hintertürchen. Einfach nur WIR.

Auch die Zeit spielt keine Rolle. Ob fünf Sekunden, fünf Minuten oder fünf Stunden – egal. Gott ist immer für uns da und hört uns zu.
Für manche ist eine feste Gebetszeiten hilfreich, aber auch hier gilt: es ist ein Wollen, kein Müssen!

Paulus sagt „Betet ohne Unterlass.“ –  jederzeit, kurz oder lang, morgens, mittags, abends, nachts. Immer wieder. Wir sollen nicht müde werden zu beten.

Doch vor jedem Gebet, steht dieser eine Moment: eine tiefe Umarmung, ein Ankommen bei Gott, ein Eintauchen in Seine Gegenwart.

AMEN

Und wie könnten wir dies besser tun, als wenn wir uns bewusstwerden, wer Gott ist.
Eine wunderbare Hilfe, um unser Gebet besser zu verstehen, bietet uns das Gebet der Gebete – das Vaterunser. Wenn du magst, lass uns gemeinsam einen Abstecher in die wunderbare Welt der Gebete und ins „VATERUNSER“ machen.

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