Impuls zum
Gebet der Gebet
das VATERUNSER Teil 2
Wo unsere Worte enden, beginnt der Dank – die stille Hingabe vor dem Angesicht Gottes.

Lob sei dir und Dank – In Ewigkeit. AMEN.
3. Lobpreisung
Die dritte mathematische Konstante, das Happyend, der krönende Abschluss, das Halleluja, der dritte Eckpfeiler auf unserem Fundament, ist dem Lobpreis vorbehalten.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!
Amen.
(Matthäus 6,13b)
Sicherlich sind diese „abschließenden“ Lobpreisungen in früheren Übersetzungen und im Ursprungstext nicht enthalten; diese wurden erst in den Gottesdiensten der Urgemeinde hinzugefügt. Dennoch sind sie eine vollkommene Abrundung unserer Gebete, denn Lobpreisungen dieser Art finden wir bereits weit vor der Zeit der Urgemeinden.
sondern eine Seele, die sehr betrübt ist und gebückt
und schwach einhergeht
und ihre Augen ausgeweint hat und hungrig ist,
die rühmt, Herr, deine Herrlichkeit
und Gerechtigkeit.
(Baruch 2,18)
Sie sind ja doch deine Knechte und dein Volk, das du erlöst hast
durch deine große Kraft und deine mächtige Hand.
(Nehemia 1,10)
Eine unglaublich schöne Lobpreisung finden wir auch in der 1. Chronik.
er lobte den HERRN vor der ganzen Gemeinde und sprach:
Gelobt seist du, HERR, Gott Israels, unseres Vaters, von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Dein, HERR, ist die Majestät und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Hoheit.
Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein.
Dein, HERR, ist das Reich,
und du bist erhöht zum Haupt über alles. Reichtum und Ehre kommt von dir,
du herrschst über alles. In deiner Hand steht Kraft und Macht,
in deiner Hand steht es, jedermann groß und stark zu machen.
(1. Chronik 29,10-12)
Auch wir sollten in unseren Gebeten den Fokus nicht nur auf das legen, was wir von Gott erbitten wollen, sondern vor allem die Ehrfurcht und Demut vor Ihm aufgreifen und im Lobpreis ihren Widerhall finden lassen.
Erinnern wir uns an all das Wunderbare, was Gott getan hat. Sehen wir hinaus in die fantastische, bunte und vielfältige Schönheit der Schöpfung. Schauen wir darauf, wie einzigartig und wunderbar Gott uns geschaffen hat – und dann loben und preisen wir Ihn für all diese unglaublichen Gnaden.
Erkennen wir die Güte und Barmherzigkeit, die Er uns immer wieder und überall auf der Welt zuteilwerden lässt. Spüren wir Sein Eingreifen im Großen wie im Kleinen – und rühmen wir Ihn für Seine Taten.
Gott ist groß und allmächtig – dass ist es, was unsere Seele erkennen muss, und das ist es, was wir mit unseren Mündern bekennen sollen.
Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,
dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
(Psalm 43,5)
Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast,
sollen fröhlich sein und dir lobsingen.
(Psalm 71,23)
Egal wie unsere Umstände auch sein mögen, egal wie wechselhaft unser Leben und unsere Gefühle sind – Gott ist derselbe: gestern, heute und morgen. Gott ist unser Fels in der Brandung, unsere sichere Burg, unsere Festung. Er ist unser ewiger Vater.
Er ist die ewige Liebe, Wahrheit und Weisheit.
Er ist das Fundament, auf dem wir unseren Glauben errichten.
Er ist der Weg unseres Lebens.
Halleluja!!! Lobe den Herrn!!!
und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis
und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
(Offenbarung 7,12)
4. Danksagung
Die letzte Konstante, der rote Faden, der sich durch eine jede Erzählung zieht, der vierte Eckpfeiler auf unserem Glaubensfundament ist der Dank.
In all unseren Gebeten ist der Dank ein immens wichtiger Aspekt, den wir niemals zu kurz kommen lassen sollten.
Vielleicht fragst du dich: „Aber im Vaterunser ist doch gar keine Danksagung enthalten.“
Ja – in gewisser Weise stimmt das auch. Jesus hat im Vaterunser keinen direkten Dank ausgesprochen. Er ehrt, Er bittet, Er preist – aber Er dankt nicht ausdrücklich, obwohl wir doch stets unseren Dank im Gebet Ausdruck verleihen sollen.
Genau: Ausdruck verleihen.
Die Haltung Jesu ist durchdrungen von Dankbarkeit.
Wenn wir tief in Seine Worte und in Sein Leben hineinspüren, erkennen wir: Alles, was Er sagt und tut, geschieht aus Dank zu Gott.
Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen
des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
(Kolosser 3,17)
Wenn wir das Vaterunser noch einmal in Ruhe auf uns wirken lassen, können wir Jesus hören – in jedem einzelnen Wort.
Auch unsere Gebete, unsere Gespräche mit Gott, ja unser ganzes Leben, sollten unsere Dankbarkeit vor Gott widerspiegeln.
Betrachten wir das Ganze einmal aus unserer menschlichen Perspektive:
Wenn jemand etwas von uns erbittet und es auch bekommt, uns dafür aber keine Dankbarkeit entgegenbringt, sind wir enttäuscht. Und wir überlegen beim nächsten Mal etwas genauer, ob wir demjenigen noch einmal einen Gefallen tun oder nicht.
Dieses Gefühl zeigt uns, wie wichtig Dankbarkeit ist.
Gott denkt und handelt zwar nicht wie wir Menschen, aber dieses Empfinden kann uns helfen, eine dankbare Grundhaltung zu entwickeln – Gott und seiner Schöpfung gegenüber.
Wenn wir Dankbarkeit im Herzen tragen, werden wir Seine Schöpfung und alles, was uns umgibt mit ganz anderen Augen erkennen – mit den Augen eines liebenden, auf Gott ausgerichteten Herzens. Unser Umgang mit der Natur, mit den Tieren, mit anderen Menschen verändert sich. Sie werden Gott durch uns spüren können. Das ist die verändernde Kraft Gottes, das Wirken des Heiligen Geistes, die Kraft unserer Gebete.
Unsere Gebete haben eine enorme Kraft.
Sie können uns, unser Umfeld und sogar die Welt zu verändern. Und egal, für was oder für wen wir beten – wir dürfen es im vollkommenen Vertrauen auf Gott tun: auf Gottes Macht, Seine Barmherzigkeit und Sein Eingreifen.
Wenn wir beten, dann sollte dies nicht nur mit Demut und in Ehrfurcht geschehen, sondern auch in tiefer Dankbarkeit – für Seine Führung, Seine Taten, Sein Licht auf unserem Weg.
Ein „Rund-Um-Paket“
Das Vaterunser ist kein auswendig gelerntes Gebet, das wir im Gottesdienst rauf und runter sprechen. Es ist eine Meditation – Hingabe & Fokus; Sammlung & Ausrichtung; Spannung & Frieden.
Unsere Gebete sollten kein Kraftakt sein, sondern eine wunderschöne und persönliche Zeit mit Gott, unserem Vater. Eine Zeit, in der wir mit Ihm über alles reden können: über das, was uns freut, was uns Mühe bereitet, was uns bewegt.
Demut & Ehrfurcht, Bitte, Lobpreis und Dankbarkeit – das sind die vier Eckpfeiler unserer Gebete und zugleich ein Leitfaden für unser ganzes Leben.
Wenn wir uns auf Gott ausrichten und Ihm all die Ehre geben, die Ihm gebührt, wird Er uns erhören und uns mit Seinem Segen beschenken. Lassen wir diese vier Punkte unser ganzes Sein erfüllen und uns von innen her kleiden.
Kommen wir in Seine Ruhe, genießen wir die Zeit in Seiner Gegenwart und fühlen wir hinein in Sein Herz und Seine Stimme.
Lassen wir uns ganz in unsere Gebete – und damit in die starken und schützenden Arme Gottes – fallen.
AMEN
