Impuls zum
Pfingstfest
Teil 3
Was als Hauch begann, wird jetzt zu einer Kraft,
die niemand überhören kann.
Es soll nicht durch Heer oder Kraft,
sondern durch meinen Geist geschehen,
spricht der Herr Zebaoth.
(Sacharja 4,6)

Im Sturm des Geistes
Jerusalem – der Tag des Pfingstfestes.
Die Spannung steigt, wir sitzen gebannt in zweiter Reihe und harren der Ereignisse, die sich bald vor aller Augen vollziehen werden.
Wir spüren das Knistern, das in der Luft liegt. Bald wird Er kommen und die Jünger erfüllen: Er, der Heilige Geist, der Geist Gottes – Gottes Lebensatem.
Und wenn Er kommt, dann wird es diesmal nicht leise und sanft geschehen. Wir werden kein feines Säuseln hören oder eine friedliche Taube auf sie herniederkommen sehen.
NEIN. Gott setzt heute ein Statement für die ganze Welt und für alle folgenden Generationen.
Trommelwirbel …. und … Action ….
Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel
wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus,
in dem sie saßen.
(Apostelgeschichte 2,2)
Der Heilige Geist kommt – wie ein gewaltiger Sturmwind tobt er hernieder und erfüllt das ganze Haus. Mit Pauken und Trompeten, mit Tosen und mit Donnergrollen, mit Kraft und Macht kommt er auf die Jünger herab und erfüllt sie mit all der Kraft und Weisheit Gottes.
Was für ein Erlebnis. Die Erde muss gebebt haben. Und die Jünger erst.
Gott kommt – mit Kraft und Macht.
In der Schöpfungsgeschichte kommt er still – der Geist schwebte über dem Wasser. Zart und sanft und doch mit Seiner ganzen schöpferischen Kraft.
Jetzt kommt Er laut – mit Brausen und Tosen. Es ist eine ganz andere Kraft und doch auch wieder dieselbe schöpferische Kraft, die neues Leben in uns schafft.
Gott setzt ein Zeichen – ein machtvolles und beeindruckendes Zeichen Seiner Kraft und Herrlichkeit. Ein Zeichen Seiner Wahrheit und Treue. Ein Zeichen Seiner Stärke und Wahrhaftigkeit. Ein Zeichen des Glaubens und der Zuversicht. Ein Zeichen unendlicher Möglichkeiten.
Gott setzt ein Zeichen der Ewigkeit in unsere Geschichte hinein.
Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott!
Denn bei Gott sind alle Dinge möglich.
(Markus 10,27)
Doch dieses Zeichen, so machtvoll und kraftvoll, so erhaben und beeindruckend es auch aussehen mag, ist kein Zeichen der Macht und des Ruhmes dieser Welt. Es ist nicht furchteinflößend oder beängstigend, so dass wir uns fürchten müssten.
Es soll nicht durch Heer oder Kraft,
sondern durch meinen Geist geschehen,
spricht der Herr Zebaoth.
(Sacharja 4,6)
Es ist ein machtvoller Liebesbeweis und ein kraftvoller Gnadenbeweis Gottes.
Gott beweist aufs Neue und auf eine eindrucksvolle Art und Weise Seine ganze Macht und Herrlichkeit. Er bezeugt sie uns im Kleinen und im Großen, mal leise und dann wieder laut, durch beeindruckende Taten und Wunder, aber auch durch ganz banale Dinge.
Unser Schöpfer hat Sein Wort Mensch werden lassen. Er hat unter uns gelebt und Seinen Geist in unsere Welt hineingetragen.
Er hat gezeigt, was wahres Leben heißt. Wir haben Ihn gehört, gesehen und gespürt. Wir haben Gott erlebt, denn Sein Wort war erfüllt mit Seinem Geist.
Gott trat in unser Leben hinein. Er kam als Wort, als Geist, als Mensch. Und blieb! Gott ist eins mit Seinem Wort, mit Seinem Geist und nun auch mit uns.
Es ist nicht unser Wille, unser altes „Ich“, das uns ein Leben in Gottes Gegenwart ermöglicht. Es ist allein die Kraft Gottes, die uns in eine wundervolle, erfüllende und innige Beziehung zu Ihm führen kann.
Durch Jesus Christus eröffnet Gott allen Gläubigen dieses neue Leben. Durch die Kraft Seines Geistes können wir in dieser Welt nach Seinem Willen leben.
Es ist die verändernde Kraft Gottes, die in uns und in der Welt Wunder vollbringt.
Es ist die Kraft Gottes, die in uns wirkt und Böses zum Guten verkehrt.
Es ist die Kraft Gottes, die in uns wirkt und Seine Liebe und Herrlichkeit in der Welt offenbart.
So wie es uns Sacharja heute zuruft:
Es soll nicht durch Heer oder Kraft,
sondern durch meinen Geist geschehen,
spricht der Herr Zebaoth.
(Sacharja 4,6)
Aus unserer fleischlichen Natur heraus, können wir nichts Nachhaltiges erschaffen. Einzig durch das Wirken des Heiligen Geistes in unseren Herzen, sind wir bereit Großes zu bewirken.
Nicht unsere Vorstellungen bestimmen Gottes Geist – Gott ist es.
Wir können Ihn weder beeinflussen noch Seine Richtung bestimmen oder Ihn gar manipulieren.
Gott ist beständig und Seinem Wirken treu.
Nicht wir verändern ihn – er verändert uns. Der Heilige Geist ist die Schöpfungskraft Gottes.
Wenn wir uns ganz auf das Wirken des Heiligen Geistes in uns einlassen, werden wir erfüllt sein von Liebe, Freude und Frieden. Wir werden Freundlichkeit und Güte empfangen und geben. Gnade und Barmherzigkeit in die Welt tragen und Weisheit und Gerechtigkeit in unserem Leben walten lassen.
Stimmen wir ein in das Wunder des Pfingstfestes und lassen auch wir uns erfüllen vom Heiligen Geist – dem Schöpfergeist.
Bleiben wir fest im Glauben. Vertrauen wir auf Seine Verheißungen. Folgen wir Seinem Wort, Seiner Wahrheit und Seiner Weisung.
Bleiben wir demütig und in voller Ehrfurcht vor Gott.
Und machen wir uns bereit zu empfangen.
Lassen wir uns erfüllen mit Seinem Geist, mit Seinem Atem, mit dem unbändigen Wind Seiner Größe.
Gott ist Seinem Wort treu. Er wird Seinen Geist auch in uns hineinströmen lassen und uns zu einem Leben befähigen, welches auf Erden seinesgleichen sucht.
Bleiben wir, wie die Jünger vor über 2000 Jahren, Gott treu. Bleiben wir wachsam und aufmerksam. Sein Segen, Sein Geist, ist auf dem Weg zu uns. Er kommt – heute, morgen, übermorgen oder gerade JETZT!
AMEN

