Impuls zum
Ostersonntag
Teil 2

Glauben wir? Der zweite Teil unseres Osterimpulses führt uns an das leere Grab –
und lässt uns erahnen, dass diese Leere nicht das Ende, sondern ein Anfang ist.

Christus spricht: Ich war tot, und siehe,
ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit

(Offenbarung 1,18a)

ER ist auferstanden!

Das Bild des Todes ist wichtig.
Das Bild vom Kreuz dürfen wir niemals vergessen. NIEMALS!!

Das Opfer Jesu war der höchste Liebespreis Gottes an uns!
In diesem unendlichen Leid steckt Gottes unendliche Liebe, Vergebung und Gnade.
Nur durch den schändlichen Tod am Kreuz und diese unglaublich schrecklichen und tief berührenden Bilder, können wir die alles erfüllende und hoffnungsvolle Auferstehung begreifen.

Christus hat für uns den Tod bezwungen.
Christus hat für uns die Sünde besiegt.
Christus hat uns aus der Sklaverei der Sünde befreit.

Wir kennen die Geschehnisse in Jerusalem. Wir haben von dem Wunder der Auferstehung gehört.

Aber glauben wir auch?

Glauben wir ohne Beweise?
Tragen uns seine Worte? Tragen uns unsere eigenen Erlebnisse mit Ihm?
Sehen wir im leeren Grab Jesus in Seiner Heiligkeit – oder nur zwei Männer, zwei Engel oder einen Gärtner?

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden! Denkt daran,
wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war,
(Lukas 24,5-6) SCH2000

Diese Worte klingen fast wie Jesus eigener Tonfall – ein liebevoller, aber auch schmerzhafter Hinweis auf unseren Unglauben.

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden! Denkt daran,
wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war,
(Lukas 24,5-6) SCH2000

Ich denke gerade an Lazarus. Seinen Tod und Erweckung. (Ich sage hier mal bewusst Erweckung, weil es für viele Menschen, die damals zugegen waren, sicherlich eine wahre Erweckung bedeutete.)

Kurzer Rückblick:
Lazarus ist schwer krank. Jesus wird gerufen und Er macht sich in aller Ruhe auf den Weg nach Bethanien. Vier Tage später.
Lazarus ist gestorben. Jesus kommt zum Grab und zu all den trauernden Menschen, die Ihm nicht unbedingt mit Gottvertrauen begegnen. Maria macht ihm Vorwürfe, dass er nicht früher gekommen ist, um Lazarus zu heilen. Jetzt ist er tot, alles vergebens und vorbei.

Als nun Maria dahin kam, wo Jesus war, und sah ihn,
fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm:
Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.
(Johannes 11,32)

Jesus ist tief bewegt. Und an einer Stelle heißt es, dass er weint.

Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten,
die mit ihr kamen, ergrimmte er im Geist und erbebte
(Johannes 11,33)

Doch er weint nicht um Lazarus, sondern um all die ungläubigen Menschen, die immer noch nicht weder ihm noch Seinem Vater vertrauen. Und Er betet laut – um der Menschen willen, damit sie ENDLICH! glauben!

Ich aber weiß, dass du mich allezeit erhörst;
doch um der umstehenden Menge willen habe ich es gesagt,
damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme:
Lazarus, komm heraus!
(Johannes 11,42-43)

Eine Enttäuschung des Unglaubens willen.

Wir kennen dieses Gefühl. Wenn wir etwas zum hundertsten Male erklären und doch immer wieder dieselben Fragen hören. Ein Gefühl der Liebe – und doch Enttäuschung, weil sie einfach nicht zuhören und verstehen.

Genauso muss Jesus sich wohl gefühlt haben. Damals – und vielleicht auch heute.
Und Gott begegnet unserem Unglauben nicht nur mit einem Punkt, sondern mit einem Ausrufezeichen:

ER ist auferstanden!

Die Frauen sehen im Grab alles – nur nicht IHN.
All die Verheißungen in der Heiligen Schrift, all die Worte die Jesus zu ihnen gesprochen hat, all das hat sie immer noch nicht vollends überzeugt.

Von Maria heißt es:

Maria aber behielt alle diese Worte
und bewegte sie in ihrem Herzen.
(Lukas 2, 19)

Was bewegt die Herzen der Frauen?
Was bewegt unsere Herzen?
Maria, die Mutter Jesu, war nicht mit am Grab.
Sie, die alle Worte in ihrem Herzen bewahrte, hätte sicher anders reagiert.

Um Jesus wahrhaftig nachzufolgen, braucht es Vertrauen, Glauben und Hingabe.
An den Tod & die Auferstehung.

Amen

Ist das Grab nun leer oder vielleicht doch nicht? Wenn du noch ein bisschen mehr erfahren möchtest, dann folge mir in den letzten Teil unseres Impulses.

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