Impuls zum
Sonntag Okuli
Teil 2
All in! Der zweite Teil unseres Impulses bestärkt uns, nicht stehenzubleiben –
sondern im Vertrauen weiterzugehen, auch wenn der Weg unsicher, steinig und hart wirkt.
Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück,
der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
(Lukas 9,62)

Meine Augen – Deine Augen
Petrus ist gesunken, weil er zurückgeblickt hat.
Doch Gott gibt ihn nicht auf – und uns ebenso wenig.
Auch wenn wir beim ersten, zweiten oder zehnten Versuch versagen: Gott bleibt treu.
Er verändert sich nicht, seine Forderungen bleiben bestehen; doch wo wir schwach sind, wirkt er umso stärker.
Darum erneut die Fragen:
Sicherheit oder Unsicherheit.
Boot oder tobendes Meer.
Sehen oder Glauben.
Welt oder Gott.
Auf wen oder was richten wir unseren Blick?
An diesem Sonntag stehen wir – sinnbildlich – am Pflug oder sitzen im Boot und knien zugleich auch vor dem Kreuz. Und wir dürfen uns ehrlich fragen, wie es mit unserer Nachfolge und unserem Leben für Gott steht.
Wenn wir in die Fußstapfen von Jesus Christus treten wollen und, wenn wir nicht nur über Nachfolge fachsimpeln, sondern sie auch leben wollen, sollten wir uns auch den Konsequenzen bewusst sein, die wir damit auf uns nehmen.
Unsere Entscheidung, ein Leben in Christus zu führen, ist wie ein „Ja, ich will!“ bei einer Eheschließung. Es ist unser JA zu Gott!
Es ist ein „Ja“ zur Arbeit im Reich Gottes.
Es ist ein „Ja“ zu den Stürmen des Lebens.
Es ist ein „Ja“ zum Blick auf unsern gekreuzigten Herrn.
Es ist aber auch ein „Ja“ zu mehr. Mehr als nur leben – Erfüllt leben!
Jesus in unserem Leben zu empfangen und Seine Nachfolge anzutreten, ist keine Entscheidung nach dem Motto „heute so und morgen anders“
Gott ist kein Halbtagsgott und die Nachfolge Jesu keine Teilzeitbeschäftigung. Es ist eine Entscheidung, die unser ganzes Leben verändert – im Guten.
Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück,
der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
(Lukas 9,62)
Wenn wir etwas verändern und Jesus folgen wollen, dann gibt es nur ein Ja oder Nein. Mit all dem, was daraus Neues und Wunderbares entsteht. Aber auch mit all dem, was auf der Strecke bleibt.
Der Weg der Nachfolge bedeutet nicht nur Spaß und Freude zu haben, Aktionen, Wunder, Heilungen zu erleben. Nachfolge bedeutet auch Schmerz und Leid zu erfahren, Angst und Not zu teilen, Anfeindungen und Spott auszuhalten.
Der Glaube an Gott eröffnet uns kein Schlaraffenland, es ist kein „Wünsch dir was.“
Im Gegenteil, durch unseren Glauben werden wir der Realität dieser Welt erst richtig gewahr.
Und dennoch gibt es auf Erden und im Himmel nichts, was uns mehr Erfüllung, Frieden und Liebe schenken könnte, als Gott!
Die Gewissheit, dass Er uns allezeit trägt, uns Kraft und Stärke gibt.
Der Blick in eine hoffnungsvolle Zukunft, die in Seinen Verheißungen verankert ist.
Das Wissen um seine Wahrheit und Gerechtigkeit, die kommen wird.
Das Gefühl der Geborgenheit, die den Stürmen des Lebens standhält.
Die Wärme des Trostes, die uns in unserer Traurigkeit umfängt.
All das ist allein in Gott zu finden.
Nachfolge bedeutet: Sein altes Leben hinter sich zu lassen. Alte Gewohnheiten abzulegen. Keine Lästereien, keine Zankereien, keine Wut, kein Zorn, keine Gier nach Reichtum und Anerkennung, kein lasterhaftes Leben, keine ausschweifenden Gelage, keine Unmoral mehr. Kein betrügen oder belügen, kein Hervorspielen und auf andere herabsehen.
Nachfolge bedeutet: Gnade und Güte walten zu lassen, anderen zu dienen, sie zu unterstützen und die extra Meile zu gehen.
Nachfolge heißt: Liebe zu schenken und Frieden zu stiften. Gottes Schöpfung zu bewahren, sich selber zu verleugnen und Jesu Kreuz zu tragen.
Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück,
der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
(Lukas 9,62)
Wir sind gerufen das Vergangene hinter uns zu lassen und den Blick auf Gott zu richten – mit allen Konsequenzen, die daraus erwachsen.
Als Kinder Gottes haben wir eine Verantwortung übernommen: Sein Wort lebendig, greifbar und spürbar zu halten, es zu bewahren und in die Welt hinauszutragen.
Eine große Herausforderung die wir aber nicht alleine zu tragen müssen.
Nicht wir bewirken diese Veränderungen – Gott tut es in uns.
Sind wir bereit auf das Alte zu verzichten und dafür das Vollkommene und Ewige zu empfangen?
Sind wir bereit für die Nachfolge Christi?
Empfangen wir Jesus in unserem Leben.
Lassen wir uns von Ihm erfüllen.
Gott wartet auf uns!
Legen wir unsere Hand an den Pflug und richten wir unseren Blick fest auf unseren Herrn!
AMEN
Wir leben in Ihm,
wir leiden in Ihm,
wir freuen uns in Ihm
und wir sterben in Ihm
= wir sind in Ihm.
Wo Jesus ist, da sind auch wir.

