Impuls zum
Neujahrstag 01.01.2026
Mitten in der Ungewissheit dieses neuen Jahres spricht Gott ein Wort, das uns trägt –
und uns den Schritt wagen lässt, den wir im Herzen längst kennen.
Jesus Christus gestern und heute
und der selbe auch in Ewigkeit
(Hebräer 13,8)

Gestern – Heute – und in Ewigkeit!
Ein unglaublich starker Bibelvers, der uns an diesem Neujahrstag begegnet.
Ich finde es wunderbar, dass uns gerade an diesem ersten Tag des neuen Jahres diese Wahrheit vor Augen geführt wird – ein Vers, mit dem wir nicht nur das Jahr beginnen, sondern auch unser Herz neu ausrichten dürfen. Denn dieser Vers ist nicht nur auf eine bestimmte Situation unseres Lebens zugeschnitten, er zeigt uns nicht, wie wir mit unseren Gaben, Tugenden oder unseren Mitmenschen umgehen sollen. Dieser Vers offenbart uns die Allgegenwärtigkeit Gottes in unserem Leben. Es ist kein Lehrvers im klassischen Sinne, sondern Gottes Zusicherung für unser Leben.
Gestern am Altjahresabend haben wir einen kurzen und prüfenden Blick zurück gewagt. Einen Blick auf das Vergangene, auf all das, was uns begegnet ist. Doch jetzt richten wir unseren Blick bewusst nach vorn – auf das Kommende – auf Jesus Christus.
Jesus Christus gestern und heute
und derselbe auch in Ewigkeit.
(Hebräer 13,8)
Jesus Christus ist das feste Fundament unseres Glaubens.
Jesus Christus ist das feste Fundament unseres LEBENS.
Jesus IST das Leben!
Unsere Welt ist unvollkommen und gleicht eher einem wankenden Halm im Wind, als einer festen Konstante. Sie ist mitunter brutal, machtbesessen, egoistisch und gierig. Werte, Meinungen und Maßstäbe wechseln schneller, als sich die Nacht vom Tage trennt.
Heute so, morgen anders – und wir mittendrin. Was gestern noch felsenfest dastand, kann übermorgen schon wieder abgerissen sein.
Wissen wir überhaupt was gerade los ist?
Oder wollen wir es vielleicht gar nicht wissen, weil es bequemer ist, einfach mitzuschwimmen? Warum dagegen ankämpfen? Warum gegen den Strom schwimmen? Wenn „die Welt“ das sagt, wird das schon passen.
Doch die Welt sieht nicht das Ganze – wie könnte sie auch, wenn sie sie nicht geschaffen hat? Wir nehmen an, was da ist und richten zugrunde, was uns nie gehörte.
Und aus Bequemlichkeit, Angst oder einfach um nicht anzuecken, klammern wir uns nur allzu oft an die Denk- und Handlungsweisen dieser Welt und wundern uns dann, warum unser Leben eher einer maroden Achterbahn, in einem viel zu überteuertem Freizeitpark gleicht. Lebensgefahr droht – aber das Warnschild am Eingang „Danger! Betreten auf eigene Gefahr“ übersehen wir in unserem Eifer nur allzu gerne. Denn auch wir sehen nur den Moment und nicht das vollkommene Ganze.
Gott hingegen ist vollkommen. Er kennt all das, was war, das, was ist und das, was erst noch sein wird. Er kennt das große Ganze, denn ER hat es geschaffen. Und Er hat uns Seine Schöpfung anvertraut – eine große Verantwortung, die wir jedoch nur allzu oft vernachlässigen oder gar missachten.
Es liegt an uns, nicht nur unsere Denkweise, sondern auch unsere Richtung zu ändern. Raus aus dem maroden Freizeitpark der Welt und wieder zurück zu Gott. Er ist unser Fundament, eine feste Burg und sichere Zuflucht. Nur in IHM finden wir wahre Beständigkeit und Sicherheit. Nur durch Ihn können wir fest im Glauben stehen.
Gott ist treu. Er ist kein wankender Halm im Wind. Er hat uns zugesagt, dass ER uns retten und heimbringen will und an dieser Zusage hält ER fest – komme was wolle. Was Gott beginnt, führt Er zu Ende, denn Er ist Anfang und Ende.
Gottes Blick umfasst Seine ganze Schöpfung – auch uns und das, was einst werden wird. Er sieht nicht nur die Zerbrochenheit und Schwachheit dieser Welt und kehrt sich ab. Nein, Gott sieht in all dem noch immer die Vollkommenheit Seiner Schöpfung und er handelt.
Unser Blick dagegen ist getrübt. Wir sehen nur unklar und verzerrt, was in Gottes Schöpfung geschieht. Wir können Gottes Vollkommenheit nicht erfassen, weil uns die Welt immer wieder blendet und beeinflusst.
Der Horizont unserer Erkenntnis liegt im Dunst dieser Welt. Wie sehen nur das Unvollkommene und hören nur die verwässerte Wahrheit dieser Welt. Wir irren im Nebel umher und meinen doch klar zu sehen. Wir schenken der Welt mehr glauben, als unserem Schöpfer, dem, der alles erschaffen hat, der Anfang und Ende gesetzt hat, der alles sieht, alles weiß und über allem thront. Wir glauben einer Welt, die ihre Meinung und Ansicht, so schnell wechselt, dass einem schwindelig wird. In ihr zählen Macht, Ansehen und Geld mehr als Güte, Liebe und Gerechtigkeit.
Wir spüren tief in uns, dass etwas nicht stimmt, und immer wieder versuchen wir uns und die Welt zu verändern, um endlich klar und deutlich sehen zu können, um aus dem Dunst herauszubrechen. Und immer wieder scheitern wir – im Großen, wie im Kleinen.
Doch das muss nicht so bleiben. Wir müssen uns nicht der Welt hingeben und uns mit dem zufrieden geben, was sie uns anbietet. Wir dürfen aus dem unerschöpflichen Reichtum SEINER Herrlichkeit schöpfen.
AMEN
Im zweiten Teil schauen wir noch ein bisschen tiefer in den Neujahrstag hinein.
