Pastellfarbener Himmel mit weichen Wolken und hellem Licht; mehrfach der Schriftzug „Exaudi“ in Rosa und Violett.

Impuls zum
Sonntag Exaudi
Teil 4

Und manchmal wächst aus unserem geduldigen Ausharren eine Zuversicht,
die sich still in Hoffnung verwandelt – bis sie schließlich Erfüllung findet.

Christus spricht:
Wenn ich erhöht werde von der Erde,
will ich alle zu mir ziehen.
(Johannes 12,32)

Ein Bild über die Weite des Himmels mit dem Bibelvers zum Fest Christi Himmelfahrt und Exaudi

Geduld wird Zuversicht –
Hoffnung wird Erfüllung

Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott,
und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
(Johannes 17,3)

Das Pfingstfest steht kurz bevor.
Wir wissen, was geschehen wird. Wir kennen die Geschichte. Und dennoch sind wir ungeduldig und gespannt auf das, was kommt.

Doch wie muss es für die Jünger gewesen sein? Sie hatten nur Sein Wort. Sie konnten sich allein auf die Verheißung von Jesus stützen. Sie mussten vertrauen und sich in Geduld üben.
Wir können sie uns wahrlich zum Vorbild nehmen – und doch war es sicher auch für sie nicht immer leicht.

Sie – und auch wir – müssen immer wieder Zweifel, Fragen, Skepsis und Unglauben ablegen und uns in Sein vollkommenes Vertrauen hineinbegeben.

Gott ist treu.

Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft
seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.
(1. Korinther 1,9)

Wenn Er etwas verspicht, wird Er es auch halten! Wenn Gott uns eine Zusage gibt, sorgt Er dafür, dass sie sich erfüllt.

Ich verkündige von Anfang an das Ende, und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist.
Ich sage: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen.
(Jesaja 46,10)

Natürlich braucht es auch unser Zutun. Wir können uns nicht einfach auf die Couch legen und denken „Wenn Gott das will, wird er es schon machen.“

Wir leben nicht im Schlaraffenland. Wir sind Gottes Diener, Seine Arbeiter im Weinberg, Werkzeuge seiner Liebe. Wir sind diejenigen, die auf Erden an Gottes Reich mitbauen.

Wir haben die Gnade empfangen, Gott durch unser Leben der Welt zu offenbaren. Wir können uns jederzeit auf Seine Treue verlassen – aus ihr ziehen wir Vertrauen, Glauben und Kraft. Auch wenn wir Ihm nicht immer treu bleiben – Er bleibt uns treu.

Was nun? Wenn einige untreu wurden,
hebt dann ihre Untreue die Treue Gottes auf?
(Römer 3,3)

– Wahrlich nicht –

sind wir untreu, so bleibt er treu;
denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
(2. Timotheus 2,13)

standhaftes Ausharren

„Manchmal lässt einen der Glaube dumm aussehen,
bis es anfängt zu regnen.“
Noah

Auch wenn wir den Regen noch nicht sehen, können wir getrost weiter an Gottes Arche bauen – denn der Regen wird kommen, so wahr Gott Gott ist.

Auch wenn vieles in unserem Leben weit hinter dem Horizont verborgen liegt, können wir geduldig bleiben und unseren Weg mit Gott gehen.

Auch die Jünger mussten all ihr Vertrauen in diese eine Verheißung setzen und Geduld beweisen.

In diesem Warten wird unser Glaube geprüft.

Wir alle, die wir im Glauben an Christus vereint sind, geraten immer wieder in Situationen, in denen wir unser Vertrauen und unseren Glauben unter Beweis stellen müssen, damit wir die verheißenen Zusagen empfangen.

Wir müssen die Trockenheit überstehen – und trotzdem den Regenschirm einpacken, wenn Gott sagt, dass es regnen wird.

Und die Jünger tun genau das, was Jesus ihnen geboten hat.

Und sie warfen sich anbetend vor ihm nieder
und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude;
(Lukas 24,52)

Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, welcher Ölberg heißt,
der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt.
Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen,
zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.
(Apostelgeschichte 1,12.14)

Sie harren aus. Sie haben Jesus erlebt, mit Ihm gelebt und von Ihm gelernt. Sie haben Seine Worte aufgenommen, seine Nähe gespürt, Seine Wunder gesehen. Sie haben die Wahrheit und Herrlichkeit Gottes in Christus erkannt. Sie haben Unglaubliches erlebt. Gottes Verheißungen sind eingetroffen.

Aus all den Jahren mit Jesus wissen sie: Sie können Ihm vertrauen. Sie können geduldig bleiben. Sie können diese Zeit der Ungewissheit – der Trockenheit – mit Freude und Anbetung erfüllen. Denn sie wissen: Hinter dem Horizont gehts weiter. Gott wartet dort auf sie.

Und sie werden belohnt.

stärkendes Warten

Ja, damals wie heute – Abschied tut weh.

All die schönen Erinnerungen tragen uns, aber sie wecken auch die Sehnsucht nach Wiedersehen.
Und ja, wir werden Jesus wiedersehen – doch wann, liegt allein in Gottes Hand.

Gerade deshalb sollen wir unseren Blick fest auf das Ziel richten – nach vorne, auf Jesus, denn nur dort ist Er zu finden.

Jesus ist immer an unserer Seite.
Auch wir haben den Segen Gottes empfangen. Auch in unsere Herzen wurde der Heilige Geist ausgegossen. Wir sind eins geworden mit Ihm, so wie Jesus eins ist mit dem Vater. Wir haben Ihn erkannt. Wir leben im Glauben an Ihn. Wir sind geheiligt im Heiligen Geist und aufgenommen als Kinder Gottes.

Ich und der Vater sind eins.
(Johannes 10,30)

Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt:
Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
(Johannes 10,40)

Der Heilige Geist durchströmt unseren Körper, erfüllt unsere Seele, belebt unser Sein. Er verändert unser Leben und führt uns in Gottes Ewigkeit.

Gestärkt durch den Heiligen Geist – können wir unseren Weg in dieser Welt gehen.
Gestärkt durch den Heiligen Geist – können wir den schmalen Pfad wagen.
Gestärkt durch den Heiligen Geist – können wir Gottes Zusagen vertrauen und Widrigkeiten standhalten.

Durch den Heiligen Geist sind wir auf ewig mit Jesus Christus verbunden und können in einer wahren und innigen Beziehung mit Gott leben.

Lasst uns – wie die Jünger damals – geduldig und im festen Glauben auf die Ausgießung des Heiligen Geistes warten.
Lasst uns voller Freude, Hingabe und Dankbarkeit zum Vater beten, dass Er uns erhören und unsere Herzen mit Seinem Heiligen Geist erfüllen möge, damit wir in Seinem Wort, in Seiner Wahrheit und nach Seinem Willen leben.

AMEN

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