Pastellfarbener Himmel mit weichen Wolken und hellem Licht; mehrfach der Schriftzug „Exaudi“ in Rosa und Violett.

Impuls zum
Sonntag Exaudi

Alles hat seine Zeit –
und dazwischen liegt ein sehnsüchtiges, geduldiges Warten.

Christus spricht:
Wenn ich erhöht werde von der Erde,
will ich alle zu mir ziehen.
(Johannes 12,32)

Ein Bild über die Weite des Himmels mit dem Bibelvers zum Fest Christi Himmelfahrt und Exaudi

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten –
das Warten Gottes

Der Bibelvers aus Johannes 12,32, der uns bereits zu Christi Himmelfahrt begegnet ist, ist eine wunderbare Verheißung von Jesus – und zugleich eine große Herausforderung.

Hoffnung, Freude, Zuversicht und Vertrauen spiegeln sich in diesen wenigen Worten wider. Und wer mit Jesus bis hierher gegangen ist, der weiß, dass Gottes Verheißungen eintreffen. Gott steht zu Seinem Wort!

Wenn ich erhöht werde von der Erde,
will ich alle zu mir ziehen.
(Johannes 12,32)

Eine Zusage Jesu auf deren Erfüllung die Jünger – und auch wir –– sehnsüchtig und geduldig zugleich warten.

göttliches Warten

Und da ist es wieder: dieses geduldige, hoffnungsvolle Warten, das uns in der Nachfolge immer wieder begegnet. Ein Warten in Gottes Ruhe, in Seiner Gegenwart und auf Sein machtvolles Eingreifen.

In Jesus geht es nicht Schlag auf Schlag – alles hat seine Zeit.
Mit Gott rennen wir nicht mit dem Kopf durch die Wand – alles hat seine Zeit. Durch den Heiligen Geist macht es nicht einfach „schnipp“ – auch die Herrlichkeit Gottes hat ihre Zeit.

Es ist ein Kreislauf im Leben mit Gott:

  • das Warten auf den nächsten Schritt,
  • das Warten auf die Erfüllung Seiner Verheißungen,
  • das Warten auf den göttlichen Moment.

Doch nur Gott hält diesen Zeitplan in Seinen Händen.
Nur Er erfüllt Seine Zusagen zur genau rechten Zeit.
Nur Er weiß, wann der nächste Schritt dran ist.

Und so dreht sich auch heute alles um dieses besondere Warten – ein geduldiges, zuversichtliches, hoffnungserfülltes und freudiges Warten Ein Warten auf die Erfüllung von Gottes Zusagen – für unser Leben und für die Welt.

geduldiges Warten

Das Warten in Gott ist ein Akt des Glaubens und des Vertrauens. Denn nur weil augenscheinlich nichts passiert, heißt das nicht, dass Gott nicht wirkt. Oder hast du jemals in der Bibel gelesen, dass Gott am Strand liegt und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt? Sicher nicht.

Geduldiges Warten gehört zum Gehorsam Gott gegenüber. Es zeugt von Vertrauen und Hingabe.

Seitdem Jesus erhöht wurde, müssen die Jünger sich gedulden. Sie müssen sich ein wenig wie „zwischen den Welten“ gefühlt haben. Schon Jesus hat dieses Bild im hohepriesterlichen Gebet (Johannes 17) verwendet.

Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir.
Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir.
[…] Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt,
wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst
vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.
(Johannes 17,11.14-17)

So wie Jesus nicht von dieser Welt ist, sind auch sie – und wir – nicht mehr von dieser Welt und doch sind wir in dieser Welt, aber ohne Ihn. Verworren – und doch wahr.

Wir wissen: In Ihm sind wir mit Ihm vereint.

Christus spricht:
Wenn ich erhöht werde von der Erde,
will ich alle zu mir ziehen.
(Johannes 12,32)

Wir leben in dieser Verheißung. Was die Jünger damals noch nicht erkannten, ist uns bereits offenbart – das ewige Leben im Heiligen Geist.
Doch bisweilen stehen die Jünger erneut „zwischen den Zeiten“.

Die letzten Wochen waren aufwühlend und ergreifend: Tod, Auferstehung, Erhöhung. Gehen – Kommen – Gehen. Eine wahre Achterbahn der Gefühle.

Und jetzt stehen sie da, der Blick gen Himmel gerichtet.
Jesus ist zum Vater erhöht – wie angekündigt. Er ist gegangen – wieder. Und sie mussten erneut Abschied nehmen.

stärkendes Warten

Doch auch dieses Mal ließ Er sie nicht mit leeren Worten zurück.

Beim ersten Mal kündigte Er Seinen Tod und die Auferstehung an – und es geschah. Sein Wort wurde Wahrhaftigkeit. Was sie einst nicht zu glauben wagten, wurde Realität.

Und jetzt verspricht Er ihnen, dass sie wieder mit Ihm vereint sein werden. Auch wir alle werden mit Ihm vereint sein, wenn Er Seinen Platz zur Rechten Gottes eingenommen hat.

Christus spricht:
Wenn ich erhöht werde von der Erde,
will ich alle zu mir ziehen.
(Johannes 12,32)

Doch das ist nicht genug. Jesus weiß um unsere Menschlichkeit – unsere Schwäche, unsere Sehnsucht, unsere Traurigkeit. Und deshalb gibt Er uns mehr:

Jesus muss gehen, damit der Vater uns einen anderen Helfer – einen Beistand, einen Ratgeber – senden kann. Nur wenn die Verheißungen eintreffen, kann der Heilige Geist kommen. Nur wenn wir glauben, kann Er Geist in unsere Herzen ausgegossen werden.

Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe;
denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch.
Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.
(Johannes 17,7)

Für uns hat sich die Verheißung bereits vor langer Zeit erfüllt. Die Jünger müssen noch warten. Wir können schon jetzt mit voller Vorfreude zurückblicken – sie konnten es noch nicht.

Wir wissen, dass in wenigen Tagen der Heilige Geist mit Macht und Getöse, mit Pauken und Trompeten auf die Jünger herabkommen wird – sie wissen es nicht. Sie müssen warten und vertrauen.

erfüllendes Warten

Das Warten wird sich lohnen. Die Verheißung wird eintreffen, das Wort Gottes wird Wirklichkeit. Und so wie die Jünger bald vom Heiligen Geist erfüllt werden, so hat der Geist Gottes auch in unseren Herzen Einzug gehalten. Worauf die Jünger noch sehnlichst warten, spüren wir bereits heute.

Wir sind EINS mit Jesus.

AMEN

Wenn du ein bisschen mehr zum Sonntag Exaudi und diesem besonderen Warten erfahren möchtest, dann folge mir gerne in den zweiten Teil unseres Impulses.

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