Impuls zum Fest
Christi Himmelfahrt
Teil 4
Gott kommt zurück – unscheinbar vielleicht, aber mit einer Gegenwart, die alles verändert.
Christus spricht:
Wenn ich erhöht werde von der Erde,
will ich alle zu mir ziehen.
(Johannes 12, 32)

Das göttliche Comeback
Die erste Zeit nach Seiner Wiederauferstehung, die erste Zeit nach unserer Erweckung, war intensiv. Viele Gespräche wurden geführt, offene Fragen geklärt. Ich kann mir gut vorstellen, wie die Jünger Jesus damals umringt haben – aus Freude, Neugier, aber auch aus purer Angst, Ihn erneut zu verlieren.
Auch wir, wenn wir in unser Leben mit Jesus eintreten, wenn wir Ihn bewusst als unseren wahren Herrn annehmen, wenn wir Seine wahre Größe und Herrlichkeit erkennen, wollen wir Ihn um keinen Preis der Welt wieder loslassen. So viele Fragen kommen uns in den Sinn. Wir versuchen in kürzester Zeit alles aufzunehmen, was möglich ist. Wir brauchen Nahrung – geistliche Nahrung – und die kann uns nur Christus geben.
Und dann …. dann müssen auch wir, so wie die Jünger damals, miterleben, wie Jesus erneut geht. Er wird aus der Leibhaftigkeit auf Erden in die göttliche Herrlichkeit emporgehoben.
Wir kennen dieses Gefühl des „Verlassen seins“ genau.
Hat Gott uns verlassen?
Die ersten Wogen glätten sich, der weltliche Alltag nimmt immer mehr Raum ein. Manchmal fühlt es sich so an wie früher.
Aber das ist es nicht. Denn Jesus ist allgegenwärtig – Gott ist allgegenwärtig. Wir haben Seine Verheißung empfangen – den Heiligen Geist.
Gottes Geist ist in uns, wir müssen nur zulassen, dass wir Ihn auch spüren können. Wir müssen Ihm vertrauen und Ihm das Zepter über unser Leben übergeben. Gott hat uns nicht verlassen, Jesus hat uns nicht verlassen – denn das ist das Wunder der Auferstehung und Erhöhung: die Vereinigung in der Dreieinigkeit, in der wir leben dürfen.
Jesus musste erhöht werden und Seinen Platz im Himmel einnehmen, damit wir mit dem heiligen Geist erfüllt werden können.
Der Geist, der über allem schwebt, Er vereint uns zu einem Leib Christi. Er führt uns zusammen, um das Reich Gottes unter uns und in uns zu erbauen.
Unser Leben in der göttlichen Dreieinigkeit
– Gott, der Vater, Jesus, der Herr und der Heilige Geist –
in IHM sind wir vereint in Ewigkeit.
Ein Halleluja auf Jesus
In unserem Tagesvers sagt Jesus:
„Wenn ich erhöht werde von der Erde,
will ich alle zu mir ziehen.“
(Johannes 12, 32)
Jesus ist aufgefahren zum Vater, so wie es Gottes Verheißungen prophezeit haben. Er ist aufgefahren, um Seine Position zur Rechten Gottes einzunehmen. Er wurde über alles und allem erhöht, Er herrscht nun über alle Königreiche, alle Meere und Gewalten.
Mit ihr hat er an Christus gewirkt, als er ihn von den Toten auferweckt hat und
eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und jeden Namen, der angerufen wird,
nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen.
Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles,
welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.
(Epheser 1,20-23)
Jesus erfüllt mit Seiner Herrschaft Himmel und Erde und umspannt das Sichtbare und das Unsichtbare.
Denn in ihm wurde alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare,
es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.
(Kolosser 1,16)
Aber Jesus ist nicht dort oder hier oder irgendwo. Jesus ist nicht weit weg droben im Himmel oder tief unten im Totenreich. Jesus ist hier – bei uns, in uns, in unserer Mitte, in unserem Alltag. Er ist IN uns.
Jesus vereint uns mit sich und mit allen Gläubigen auf dieser Welt. Uns alle verbindet eins – EINER: Jesus Christus und der Glaube an Gott. Jesus Christus verbindet uns mit sich, uns mit uns und uns mit Gott. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater denn durch mich.
(Johannes 14,6)
Jesus ist das Zentrum unseres Lebens. Er ist der kostbare Eckstein, auf dem das Fundament des Glaubens aufgebaut wird.
Der Schöpfung 2. Akt – das Erlösungswerk Gottes, all die Verheißungen des Alten Testamentes mussten erfüllt werden, damit unser Glaube auf dem neuen Bund – auf Gottes Gerechtigkeit – fußen kann.
Jesus musste in Gottes Herrlichkeit eingehen, damit wir, rein aus Glauben an Ihn, zu Kindern Gottes werden können.
Durch die Vollendung der zweiten Schöpfung – durch Seine Krönung als König über Gottes Reich – können wir eingehen in Gottes Herrlichkeit und in die Ewigkeit Seiner Gegenwart.
Durch die Auferstehung und Erhöhung Jesu sind wir Kinder Gottes, Miterben von Jesus Christus. Wir sind die neue Schöpfung in Gott.
Halleluja!!! Preiset den Herrn!!!

