Blick über pastellfarbene Wolken mit hellem Licht; in der Mitte steht „Christi Himmelfahrt“ in gelber Schrift.

Impuls zum Fest
Christi Himmelfahrt
Teil 2

Was Gott am Anfang begann, führt er in Christus weiter –
und wir stehen mitten in diesem neuen Anfang.

Christus spricht:
Wenn ich erhöht werde von der Erde,
will ich alle zu mir ziehen.
(Johannes 12, 32)

Ein Bild über die Weite des Himmels mit dem Bibelvers zum Fest Christi Himmelfahrt und Exaudi

Vom Anfang zum Neubeginn –
der Schöpfung 2. Akt

Reset

Reset – alles auf Anfang. Neues Leben, neue Chance!

Und ich erinnere nochmal an die Anfänge des Alten und des Neuen Testaments:

Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis.
(1. Mose 1,1-4)

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die auf die Welt kommen. […] Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
(Johannes 1,1-5.9.14)

Der Schöpfung erster Akt

Die erste Schöpfung hat sechs Tage gedauert – sechs Meilensteine auf dem Weg der Vollendung.

Im Zeitraffer:

1.) Gott schuf Himmel und Erde – Licht und Finsternis – Tag und Nacht
2.) Gott schuf eine Feste und schied das Wasser und Feste – Land und Meer
3) Gott lies Gras und Kraut aufgehen auf der Feste
4) Gott schuf Sonne, Mond und Sterne
5) Gott schuf die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres
6) Gott schuf das lebendige Getier der Erde und uns Menschen
7) Gott sah auf alles herab und sah, dass es gut war – und ruhte von seinem Werk

Und wie ist es jetzt mit unserer „neuen“ Schöpfung?

Gott hat uns bereits im Alten Testament auf diesen zweiten Akt vorbereitet – sieh selbst:

Der Schöpfung zweiter Akt

1.) Maria – der Anfang der neuen Schöpfung

Maria, ein junges Mädchen – verlobt mit Josef, fest im Glauben an Gott verwurzelt – begegnet dem Engel Gabriel, der ihr Gottes Erlösungswerk offenbart. Kurz darauf wird sie schwanger durch den heiligen Geist.

Gott selbst lässt die Wahrheit Seines Wortes Wahrhaftigkeit werden.
Sein Wort wird lebendig.
Er stellt die Weichen und setzt das Fundament der neuen Schöpfung.

Die erste Verheißung dieses neuen Bundes geht in Erfüllung.

Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben:
Siehe, eine Jungfrau ist schwanger
und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.
(Jesaja 7,14)

Und Gott sah die Jungfrau, die schwangere Maria, an
und Er sah, dass es gut war.

2.) Die Geburt Jesu – das Licht bricht durch

Jesus – das Wort Gottes, das Licht der Menschen – wird geboren. In einer dunklen, kalten und einsamen Nacht, in einem Stall, zwischen Tieren und Stroh, durchbricht das Licht Gottes die Finsternis dieser Welt. Gottes Wort wird Mensch, der Messias ist geboren, der Erlöser der Menschheit. Gottes Liebe kommt in unsere Welt.

Die zweite Verheißung hat sich erfüllt.

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben,
und die Herrschaft ist auf seiner Schulter;
und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.
(Jesaja 9,5)

Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda,
aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei,
dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.
(Micha 5,1)

Und Gott sah dieses kleine Kindlein in seiner Krippe liegend an
und Er sah, dass es gut war.

3.) Das Leben Jesu – das Wort wächst in Kraft

Jesus wächst heran, Er nimmt zu an Weisheit und Kraft. Er ist erfüllt vom Geist Seines Vaters und lernt, das Böse vom Guten zu trennen.

Butter und Honig wird er essen, bis er weiß,
Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen.
(Jesaja 7,15)

Und Jesus nahm zu an Weisheit,
Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
(Lukas 2,52)

Die Zeit ist gekommen, sich zu offenbaren und Gottes Liebe zu den Menschen zu bringen. Die Zeit ist gekommen zu heilen und zu helfen und die Spreu vom Weizen zu trennen.

Jesus heilt Kranke, erweckt Tote und öffnet die Herzen der Menschen.
Das Wort Gottes lebt, das Licht Gottes leuchtet hell auf, und die Liebe Gottes heilt alle Wunden. Jesus nimmt unsere Leiden auf sich und erfüllt die dritte Verheißung.

Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen.
Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.
(Jesaja 53,4)

Und Gott sah auf die Kraft und das Wirken Seines Sohnes
und Er sah, dass es gut war.

4.) Der Kampf beginnt – wenn Herzen verstocken

Der Kampf beginnt. Macht und Ungläubigkeit verhärteten die Herzen der Menschen. Sie wollen und können Jesus als den Messias, den Sohn Gottes, nicht annehmen. Gott verstockt erneut die Herzen der Menschen, um Seine wahre Herrlichkeit offenbaren zu können – so, wie Er es einst zu Zeiten von Mose getan hat.

Aber das Herz des Pharao wurde verstockt,
und er hörte nicht auf sie, wie der HERR gesagt hatte.
(2. Mose 7,13)

Die Vielfalt des Lebens birgt auch vielfältige Gefahren. Die Menschen haben Angst – Angst vor dem Neuem, Angst vor Veränderung, Angst vor dem Licht. Und vielleicht auch Angst vor der Liebe, Angst vor dem Guten? Sie erkennen das wahre Leben nicht, welches Gott ihnen schenken möchte.

Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und an wem ist der Arm des HERRN offenbart?
Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich.
Er hatte keine Gestalt und Hoheit.
Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte.
Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit.
Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg;
darum haben wir ihn für nichts geachtet.
(Jesaja 53,1-3)

Jesus wird gefangen genommen, gefoltert, gequält und am Ende gekreuzigt. Und Gott sieht Seinen Sohn am Kreuz, Er sieht und spürt Seinen Tod und empfängt Seinen Heiligen Geist zurück. Die vierte Verheißung hat sich erfüllt.

Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn. Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn er wurde aus dem Land der Lebendigen weggerissen; wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen. […] Aber dem Herrn gefiel es, ihn zu zerschlagen; er ließ ihn leiden. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und seine Tage verlängern; und das Vorhaben des Herrn wird in seiner Hand gelingen.
(Jesaja 53,5-6.8.10)

Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!
Und als er das gesagt hatte, verschied er.
(Lukas 23,46)

Und Gott sieht auf Jesus herab
und sieht, dass auch dieses gut war.

5.) Jesu Tod – der Sünde Tod

Das menschliche, das weltliche Leben von Jesus hat am Kreuz sein Ende gefunden. Er ist gestorben. Der Heilige Geist hat den Platz freigemacht, damit Jesus unsere Sünden, unsere Schuld, auf sich nehmen konnte.

Jesus hat nicht Gottes Güte und Liebe, sondern unsere Sündhaftigkeit mit in den Tod gerissen. Er hat sie hinabgetragen ins Totenreich und sie der ewigen Verdammnis preisgegeben. Er hat sich von aller Reinheit und Heiligkeit losgesagt, um für uns zu sühnen. Er hat uns befreit, losgekauft, hart erkämpft. Er hat diesen schändlichen Tod am Kreuz, am Holz, für uns ertragen. Die fünfte Verheißung hat sich erfüllt.

Ich habe die Erde gemacht und den Menschen darauf erschaffen; ich habe mit meinen Händen die Himmel ausgespannt und gebiete all ihrem Heer. Ich habe ihn erweckt in Gerechtigkeit und will alle seine Wege ebnen. Er wird meine Stadt bauen und meine Weggeführten loslassen, und zwar weder um Geld noch um Gaben, spricht der Herr der Heerscharen. […] Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn ich bin Gott und keiner sonst! Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückgenommen wird: Ja, mir soll sich jedes Knie beugen und jede Zunge schwören!
(Jesaja 45,12-13.22-23)

der unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz,
damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben.
Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
(1.Petrus 2,24)

Jesus hat uns von der Sklaverei der Sünde befreit, Er hat dem Tod der Sünde die Macht entrissen.

Und so schwer dieser Weg auch gewesen ist, Gott sah Ihn gehen
und Er sah, dass es gut war.

6.) Der Bann ist gebrochen – vom Grab zur Herrlichkeit

Der Bann ist gebrochen, der sündhafte Tod besiegt, doch die Herrlichkeit Gottes noch nicht vollends offenbart. Die Menschen sind skeptisch, ängstlich und zweifelnd. Der Glaube ist klein, zerbrechlich und zart. Der Blick gen Himmel ist fragend, ängstlich und sehnsüchtig.

Wie versteinert müssen die Menschen gewesen sein, als ihr Messias, ihr Lehrer gestorben ist? War es das jetzt?
Nein, das war es noch lange nicht, aber das konnten sie zu diesem Zeitpunkt nicht wissen.

Mit dem Tod endet das Leben in Gott nicht – damit beginnt es erst in seiner ganzen Fülle. Denn Gott erweckte Seinen Sohn in das ewige, heilige Leben in Ihm.

Und Er räumt auf: Er räumt die Stolpersteine aus dem Weg, begradigt krumme Pfade, füllt dunkle Täler auf und versetzt Berge des Unglaubens.

Jesus lebt und geht in die volle Pracht und Herrlichkeit Gottes ein. Er fährt auf zum Himmel, um nunmehr ALLE mit sich und Gott zu vereinen.

Christus spricht:
Wenn ich erhöht werde von der Erde,
will ich alle zu mir ziehen.
(Johannes 12, 32)

Er nimmt den Platz zur Rechten Gottes ein. Die Gerechtigkeit Gottes thront über uns allen und regiert nun Sein Königreich – Gottes Reich. Die sechste Verheißung hat sich erfüllt.

Siehe, meinem Knecht wird’s gelingen,
er wird erhöht und sehr hoch erhaben sein.
(Jesaja 52,13)

HERR sprach zu meinem Herrn: »Setze dich zu meiner Rechten,
bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine Füße lege.«
(Psalm 110,1)

Und Gott sah Seinen Sohn zu sich kommen
und es war sehr gut.

Dieser sechste Punkt in Seinem Erlösungswerk, klingt an, wie der sechste Tag der Schöpfungsgeschichte – die Erweckung des Menschen zum wahren Leben.

7.) Gottes Ruhe – und unser Auftrag

Gott hat Seine Arbeit vollbracht. Er lehnt sich zurück und sieht erfüllt und erfreut auf Seine neue Schöpfung hinab

und Er sah, dass es gut war.

Gott übergibt den Staffelstab nun an Seinen Sohn.Noch ist es nicht in Gänze vollbracht, noch ist Sein Erlösungswerk nicht vollendet. Doch wir können sicher sein: So wahr wie Gott die Welt und alles, was auf ihr ist, erschaffen hat, so wahr wird Er auch Sein Erlösungswerk vollenden.

Wenn aber dieses anfängt zu geschehen,
dann seht auf und erhebt eure Häupter,
weil sich eure Erlösung naht.
(Lukas 21,28)

Gottes Verheißungen laufen nicht ins Leere. Gottes Worte sind nicht belanglos und unwirksam. Gottes Wort lebt und es bewirkt, wozu Gott es gesandt hat. Das hat Er ein ums andere Mal bewiesen.

genau so soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht:
Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!
(Jesaja 55,11)

Gottes Wort ist echt und real, pur und rein, klar und eindeutig. Es ist kraftvoll und befreiend, scharf und wirksam wie ein Schwert.
Sein Wort lebt und Seine Verheißungen werden eintreffen, so wahr es das Wort Gottes gibt.

Bleiben wir darum stets aufmerksam und halten uns bereit für all die Verheißungen, die Er uns gegeben hat. Bleiben wir wachsam für das Kommen unseres Herrn.

AMEN

Das Leben endete nicht nach dem siebten Tag – es fing danach erst richtig an!

Und wie, dass verrate ich euch im nächsten Teil dieses Impulses.

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