Impulsbild zum Aschermittwoch

Impuls zum
Aschermittwoch
Teil 2

Ein Impuls, der uns daran erinnert, dass das gute Wort Gottes in uns Raum findet,
indem es zu Taten des Lebens wird.

Ein guter Mensch bringt Gutes hervor
aus dem guten Schatz seines Herzens;
und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen.
Denn wovon sein Herz voll ist, davon redet der Mund.
(Lukas 6,45)

Wort & Tat

Diese Worte Jesu aus dem Lukasevangelium haben mich sehr beeindruckt und mir eine gute Vorlage für das diesjährige Fasten geliefert.

Es gibt noch viele weitere Textstellen in der Heiligen Schrift, die genau diese Worte untermauern. 

Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen,
sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist,
damit es Gnade bringe denen, die es hören.
(Epheser 4,29)

Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen,
dass sie nicht Trug reden. Lass ab vom Bösen und tue Gutes;
suche Frieden und jage ihm nach!
(Psalm 34,14-15)

Und diese Worte, die ich dir heute gebiete,
sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen
und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt
oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.
(5.Mose 6,6-7)

Die Lippen des Toren bringen Zank,
und sein Mund ruft nach Schlägen.
(Sprüche 18,6) 

Neben all unseren guten Werken dürfen wir unsere Worte und Gedanken nicht vergessen. Es ist nicht immer nur die sichtbare Interaktion mit Menschen, die Gutes bewirkt. Vor allem unsere Worte haben eine ganz besondere Kraft. 

Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser bringt Böses hervor aus dem bösen.
Denn wovon sein Herz voll ist, davon redet der Mund. 
(Lukas 6,45)

Wort und Tat gehen Hand in Hand.
Und daher bietet uns dieser Bibelvers einen guten Anlass, in der diesjährigen Fastenzeit nicht nur unsere Taten in den
Blick zu nehmen, sondern auch unser Reden. 

„Wovon dein Herz erfüllt ist, davon spricht dein Mund!“ 
(Lukas 6,45b) 

Gott offenbart uns in Seinem Wort immer wieder, welche Auswirkungen Worte auf unser Leben: 

Wer seinen Mund und seine Zunge behütet,
der behütet seine Seele vor mancher Not.
(Sprüche 21,23)

das aufrührerische Übel, voll tödlichen Gifts.
(Jakobus 3,8b) 

aber auch auf das Leben anderer Menschen haben: 

Wo viele Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab;
wer aber seine Lippen im Zaum hält, der ist klug.
(Sprüche 10,19)

Wer Hass verbirgt, hat Lügenlippen,
und wer Verleumdungen austrägt, ist ein Tor.
(Sprüche 10,18) 

Worte haben eine unglaubliche Macht und Kraft.
Sie können aufbauen oder zerstören, verletzten oder heilen. 

Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert;
aber die Zunge der Weisen bringt Heilung.
(Sprüche 12,18) 

Worte sind existenziell für unser Leben, unsere Beziehungen und unsere Nachfolge.
Unsere Worte sind ein Spiegel unserer Seele. 

denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund. 
(Lukas 6,45b) 

Deswegen sollten wir mit unseren Worten weise und sorgsam umgehen. Sie sollen zur Ermahnung, Erbauung und Ermutigung dienen. 

Wer aber weissagt, der redet für Menschen zur Erbauung,
zur Ermahnung und zum Trost.
(1. Korinther 14,3) 

Unsere Worte sollen trösten, stärken und Hoffnung schenken.
Sie sollen Gottes Liebe transportieren.
Denn Seine Liebe tritt nicht nur durch unsere Taten zutage, sondern ganz wesentlich auch durch unsere Worte.

Negative Worte beeinflussen maßgeblich unser Denken und unser Handeln.
Sie wirken sich auf unser eigenes Leben aus – und auf das Leben anderer.

Falsche Worte können viel in uns und in unserem Umfeld zerstören.
Jakobus sagt nicht umsonst, dass unsere Zunge wie ein Feuer wirkt, das einen ganzen Wald in Brand setzen kann
Die Bilder solcher Waldbrandes kennen wir nur allzu gut aus den Medien. 

So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge.
Siehe, ein kleines Feuer — welch großen Wald zündet es an!
(Jakobus 3,5) 

Worte haben eine enorme Kraft – sowohl ins Positive als auch ins Negative hinein.
Aus Worten entstehen Unterdrückung, Zwang, Angst, Gewalt, Hass.
Ständige Vergleiche mit Anderen, bestimmende Anweisungen oder verachtende Bemerkungen prägen unser Leben und lösen wiederum negative Gedanken und Gefühle aus, die sich schließlich in negativen Taten niederschlagen. Ein Kreislauf beginnt, den es mit Gottes Hilfe zu durchbrechen gilt.

Wenn wir unseren Mitmenschen und uns selber in aufrichtiger Liebe begegnen, spiegelt sich das auch in unseren Worten wider. 

Alles beginnt in uns! 

Es beginnt damit, dass wir Gottes Liebe zu uns erkennen.
Diese Liebe verändert unser Herz, unser Denken, unser Fühlen, unser Reden – und letztlich unser Handeln.

Wenn wir Gottes Geist in uns tragen und ihm Raum geben, wird Er uns mit Seiner bedingungslosen Liebe, unermesslichen Güte und ganzen Barmherzigkeit erfüllen. 

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe. 
(1.Korinther 16,14)

Man könnte auch sagen:

„Alles war ihr sagt, sei erfüllt mit Liebe“ 

Es ist uns möglich, gütig und liebevoll zu sein, weil Gott selbst es in uns wirkt.

Denn er ist gnädig, barmherzig,
geduldig und von großer Güte.
(Joel 2,13b)  

Wir können Menschen freundlich begegnen, auch wenn sie uns nicht wohl gesonnen sind.
Wir können Menschen liebevoll auf Fehlverhalten hinweisen und ihnen helfen, einen neuen Weg einzuschlagen, auch wenn sie uns nicht nahestehen.
Wir können Menschen in Liebe unsere Hand reichen und sie zu einem besseren Leben ermutigen, gerade dann, wenn sie mit schweren Dingen konfrontiert sind. 

Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken,
die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
(Epheser 2,10) 

Die Liebe, Güte und Gnade Gottes tragen wir tief in unseren Herzen.
Wir müssen nur zulassen, dass sie sich entfalten kann.
Dann können auch wir zu einer Quelle lebensspendenden Wassers werden, und Gottes Segen fließt von uns zu unseren Mitmenschen weiter. 

denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund. 
(Lukas 6,45b)

Wenn ich negative Worte über meinem Leben und über dem Leben anderer ausspreche, schaue ich automatisch pessimistisch in die Zukunft und raube uns allen schon im Hier und Jetzt Gottes Frieden und Freude.

Wenn ich jedoch positive Worte ausspreche, blicke ich offener und zuversichtlicher auf das, was kommt.
Uns selber und anderen Menschen in Liebe und Freundlichkeit zu begegnen, schafft Freiheit, Offenheit und Freude. „Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird unsere Sinne und Herzen [in Seiner Liebe] bewahren.“ (vgl. Philipper 4,7) 

Freundliche Worte zu sagen, mag auf den ersten Blick leicht erscheinen. Doch diese Haltung dauerhaft zu leben, ist weitaus herausfordernder, als wir oft denken.

Wie schnell ärgern wir uns über andere, weil sie in unseren Augen falsch gehandelt haben?
Wie oft schimpfen wir über Verhaltensweisen, weil sie nicht unseren Maßstäben entsprechen.
Und wie leicht lassen wir uns von Äußerlichkeiten blenden?

Wir haben unsere eigenen Vorstellungen vom Leben und von der Welt – und wer nicht hineinpasst, der wird abgelehnt. Offenheit und Annahme jeglicher Person, weit gefehlt. Jakobus beschreibt diese Haltung sehr eindrücklich.(Jakobus 2,1-13 „das Ansehen einer Person“) 

Negativen Gedanken über Menschen oder Situationen verdunkeln unsere Gefühle und unsere Gedankenwelt und lassen uns innerlieb grau werden 

Alles, was ihr sagt, sei erfüllt mit Liebe. 

Wir alle wissen nur zu gut, wie kraftvoll ein liebevolles Wort sein kann. Wie heilsam, beruhigend und tröstend. 

Freundliche Worte sind wie Honigseim,
süß für die Seele und heilsam für das Gebein.
(Sprüche 16,24) 

Lasst uns Gott in dieser Fastenzeit bewusst unser Reden hinlegen und ihn bitten, daraus Worte göttlicher Liebe zu machen.

Worte, die unseren Nächsten guttun, helfen, trösten und Geborgenheit schenken.
Worte, die in Liebe ermahnen und zurechtweisen.
Worte, die Vertrauen und Frieden schaffen.
Worte, die Gott ehren und Seine Herrlichkeit in dieser Welt offenbaren.

Gottes Liebe ist keine Einbahnstraße und auch kein Ausstellungstück hinter Glas. Sie braucht Raum, Menschen und Leben. Gottes Liebe will gelebt werden.

Gott ist Liebe!
Und diese Liebe gilt es mit unserem ganzen Leben widerzuspiegeln. 

Wie sieht unser Fasten aus? 

Nehmen wir uns Zeit für Gott und bitten wir Ihn, uns zu zeigen, wie unser Fasten ihm gefällt.
Welche falschen Angewohnheiten sollen wir ablegen?
Wo sollen wir lernen, unseren eigenen Willen und unsere eigenen Begierden loszulassen?

Was gilt es anzugehen, um Gott wieder in den Mittelpunkt unseres Lebens zu rücken?
Wo darf seine Liebe in unserem Denken, Reden und Handeln mehr Raum gewinnen?

Hören wir auf Seine Weisungen!
Vertrauen wir auf Sein Wort!
Und lassen wir die Herrlichkeit Gottes über uns aufgehen und das Licht Jesu durch uns scheinen.

Folgen wir Jesus und leben wir Nachfolgen – in Wort und Tat, in LIEBE, GÜTE und BARMHERZIGKEIT!

AMEN

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