Leuchtende Taube mit Ölzweig vor blauem Himmel und Wolken; unten steht „5. Sonntag nach Trinitatis“.

Impuls zum
5. Sonntag nach Trinitatis

Wenn Gott sich zeigt, entsteht etwas, das größer ist als Worte
und tiefer geht als unsere Vorstellung.

Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben,
und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.
(Epheser 2,8)

Leuchtende Taube mit Ölzweig vor blauem Himmel und Mond; darüber steht Epheser 2,8 über Gnade und Gottes Gabe.

Wenn Gott sich zeigt

Am 5. Sonntag nach Trinitatis steht alles im Zeichen der Nachfolge.

Doch warum folgen wir Jesus eigentlich nach? Was zieht uns zu Ihm? Was treibt uns an? Was richtet unseren Blick auf Ihn – mitten im Durcheinander dieser Welt? Was lässt uns festbleiben, wenn alles ins Wanken gerät?

Gott – Ursprung und Zentrum

Aber wo ist Gott?

Wo ist der Gott, der uns an die Hand nimmt, wenn es hart wird?
Wo ist der Gott, der uns in den Arm nimmt, wenn wir traurig sind?
Wo ist der Gott, der uns die Kunst des Lebens lehrt?

Niemand hat Gott je gesehen;
Der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist,
der hat es verkündet.
(Johannes 1,18 – Luther 2017)

Adam und Eva hatten Gott – zumindest für eine kurze Zeit.
Die Jünger hatten Jesus – zumindest für eine kurze Zeit.
Und wir? Wir haben … keinen?

…. Und doch haben wir IHN! – genauso wie sie.

Was uns unterscheidet: Sie lebten eine Zeitlang mit Gottes Leibhaftigkeit.

Was uns verbindet: Wir alle leben mit Ihm – in Ewigkeit.

Gott ist da – hier, dort, überall

Durch den Heiligen Geist sind wir mit Ihm verbunden. Nicht die Leibhaftigkeit bestimmt unsere Nachfolge, sondern der Glaube.

Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben,
dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann,
denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
(Johannes 14,16-17)

Das ist es, was uns eint: der Glaube.

Denken wir an Noah, Abraham oder Mose, David, Salomo oder Esther, Josef, die Jünger oder Paulus – sie alle waren ganz normale Menschen wie wir.
Sie arbeiteten, sorgten für ihre Familien und hatten genauso Probleme und Sorgen, wie wir.

Und doch hatten etwas, das wir oft noch suchen oder uns nicht trauen zuzulassen: ein Herz, das Gott vertraut.

Durch die Heilige Schrift zeigt uns Gott etwas Unabdingbares – etwas, das wir bei all dem, was wir zwischen den Zeilen suchen, nicht übersehen dürfen. Nicht perfekte Menschen stehen im Mittelpunkt, sondern Menschen, die auf Gott hörten und Ihm folgten. Ihr Fundament war damals wie heute dasselbe: der Glaube an den lebendigen Gott.

Sie waren nicht anders als wir.
Sie sahen Gott – wir auch.
Sie hörten Jesus – wir auch.
Sie konnten hoffen – wie wir.

Gottes Geschenk

Wir brauchen keinen Gott, dem wir morgens die Hand schütteln können. Wir haben etwas viel Größeres:

Es steht geschrieben in den Propheten:
»Und sie werden alle von Gott gelehrt sein«.
Jeder nun, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir.
Nicht, dass jemand den Vater gesehen hätte; nur der,
welcher von Gott ist, der hat den Vater gesehen.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben.
(Johannes 6,45-47 – SCH2000)

Paulus fasst es zusammen:

Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben,
und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.
(Epheser 2,8)

GLAUBE!

Wir haben das Geschenk des Glaubens – uneingeschränkter und bedingungsloser Glaube!

Den Glauben an den allmächtigen Gott, an Jesus Christus, an die Lebendigkeit unseres dreieinigen Gottes.

Beständig. Treu. Unveränderlich. Wie unser Gott selbst, der diesen Glauben in uns bewirkt.

Gott schenkt uns die Gnade des Glaubens. DAS ist das Fundament unseres Lebens – ihres, deines und meines!

Amen

Wenn du noch ein bisschen mehr zum Wochenspruch erfahren möchtest, dann folge uns einfach in den 2. Teil dieses Impulses.

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