Pastellfarbener Himmel mit rosa‑blauen Wolken, leuchtender Kugel und fliegendem Vogel; Schriftzug „3. Sonntag nach Trinitatis“.

Impuls zum
3. Sonntag nach Trinitatis

Viele von uns fühlen sich verloren, erschöpft und orientierungslos –
und genau in diese Einsamkeit bricht Gott hinein: Er sucht, und Er findet.

Der Menschensohn ist gekommen,
zu suchen und selig zu machen,
was verloren ist.
(Lukas 19, 10)

Pastellfarbener Himmel mit rosa‑blauen Wolken, leuchtender Kugel und fliegendem Vogel; Schriftzug „3. Sonntag nach Trinitatis“.

Verloren – und doch gesucht

In der letzten Woche hörten wir von der Einladung Gottes in Seiner Gemeinschaft Ruhe und Erholung zu finden. Wir wurden der Zusage Gottes gewiss, dass wir uns nicht sorgen müssen, sondern, dass ER für uns sorgt.

Kommt her zu mir, alle,
die ihr mühselig und beladen sein,
ich will euch erquicken.
(Matthäus 11,28)

Unser Gott – Jireh ist für uns da: ausnahmslos, ohne Wenn und Aber, immer und jederzeit.

Ohne Wenn und Aber?
Immer und jederzeit?

Jein.

Ja es ist richtig: Gott liebt uns.
Seine Kreativität und Genialität haben uns erschaffen – dich und mich, deinen Nachbarn, meinen Arbeitskollegen, seine Mutter, ihren Vater, all unsere Freunde und Bekannte und auch Feinde und Unbekannte.
Wir alle entspringen Seiner Schöpferhand – einzigartig, vollkommen und wunderbar. Davon spricht auch Psalm 139.

Einst waren wir Staub, doch wurden in Seinen Händen zu einem wunderschönen „Gefäß“ geformt. Mit Sorgfalt und Genauigkeit hat Er jedem Quadratmillimeter unseres Seins seine ganz persönliche Form gegeben. Nichts hat Er dem Zufall überlassen, alles ist genauso gewollt.

All Seine Liebe floss durch Seine Hände direkt in unsere Herzen hinein.

Und wir?
Wir haben nichts Besseres zu tun, als uns aus dem Staub zu machen.

Fertig – Danke – Tschüss!

Der Zer-Bruch

Doch in einer Welt ohne Gott und Seine Versorgung, ist es ein hartes Unterfangen für uns. Ohne Ihn sind wir zum Scheitern verurteilt. Und das tun wir auch.

Unser kostbares „Gefäß“, das Gott so sorgfältig geformt und mit Leben erfüllt hat, geht in dieser groben, harten und rücksichtslosen Welt Stück für Stück entzwei. Hier ein Riss, da ein Sprung und dort bereits ein Loch.
Sorgen, Probleme, Ängste – all das frisst sich immer mehr durch den gebrannten Ton unserer Lebenshülle und macht uns rissig und porös. Die Sünde sprengt den harten Ton von innen auf.

Und dann stehen wir da, irgendwo in einer Ecke, am Rande – irgendwo im Nirgendwo – verloren und verlassen von der Welt und von uns selbst.

Rien de va plu – nichts geht mehr.

Aber Gott sieht unsere Zerbrochenheit und Er möchte uns heilen. Er möchte das, was Er einst so sorgfältig erschaffen hat, wiederherstellen und ihm neue Kraft und Stärke schenken.

Am letzten Sonntag erging diese Einladung der Erneuerung an uns.

Kommt her zu mir, alle,
die ihr mühselig und beladen sein,
ich will euch erquicken.
(Matthäus 11,28)

Und heute wird klar, wen Gott zu sich ruft.

Der Menschensohn ist gekommen,
zu suchen und selig zu machen,
was verloren ist.
(Lukas 19, 10)

Einsam und verlassen

Verloren, verirrt, kaputt und zerbrochen. Krank an Körper, Geist und Seele. Leer und ausgelaugt von der Welt. Durchtränkt von der Sünde der Welt.
Und doch sehend und erkennend.

Gott steht mit offenen Armen vor den Toren Seines Reiches und lädt uns ein:

All diejenigen,

  • die erkannt haben, dass die Welt sie nicht heilt, sondern zerstört.
  • die ihre Augen und Herzen für Seine Wahrheit öffnen.
  • die sich in der Finsternis verlaufen und sich im Dschungel der Sünde verloren haben.
  • die spüren, dass das Leben in der Welt nicht die wahre Erfüllung bedeutet.

Und das ist das JEIN.

Nein, die Einladung Gottes ergeht nicht an die Hochnäsigen, Intriganten und Arroganten, sie ergeht nicht an die Neunmalklugen und Möchtegerne, sie ergeht nicht an die Raffsüchtigen und Machtbesessenen – sie gilt nicht denen, die meinen, über Gott und der Welt zu stehen.

Gott sucht nicht diejenigen, die sich in die Mitte der Gesellschaft stellen und sich durch ihre eigenen Worte erhöhen. Er sucht diejenigen, die sich verirrt haben, die allein sind und nicht mehr zurückfinden. Diejenigen, die in der Masse der ach so „Bedeutungsvollen“ unterzugehen drohen.

Es sind die Kleinen unter den Großen, die Armen unter den Reichen, die Kranken unter den Gesunden.

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen:
Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.
(Lukas 5, 31-32)

Lies gerne auch einmal Lukas 7-14

Wir alle haben gesündigt. Doch wir alle können bekennen:

Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir,
und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen!
(Lukas 15,21)

Und Gott vergibt. Von ganzem Herzen.

Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen,
die geblieben sind als Rest seines Erbteils;
der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade!
(Micha 7,18)

Gott lädt uns ein und Er empfängt uns mit offenen Armen.

Wenn Heimkehr möglich wird

Doch diese Einladung bedeutet eine ganze Menge.

Sie bedeutet Abkehr, Umkehr und Heimkehr.

Wenn aber der Gottlose umkehrt von allen seinen Sünden, die er begangen hat,
und alle meine Satzungen bewahrt und Recht und Gerechtigkeit übt, so soll er gewiss leben; er soll nicht sterben.
An alle seine Übertretungen, die er begangen hat, soll nicht mehr gedacht werden;
er soll leben um seiner Gerechtigkeit willen, die er getan hat! Oder habe ich etwa Gefallen am Tod des Gottlosen,
spricht GOTT, der Herr, und nicht vielmehr daran, dass er sich von seinen Wegen bekehrt und lebt?
(Hesekiel 18, 21-23)

Jeder, der bereit ist, sich von der Sündhaftigkeit abzuwenden und sich mit ungeteiltem Herzen Gott zuzuwenden, ist willkommen an Seiner Tafel.

Wir sind wertvoll und wichtig in seinen Augen – jeder einzelne.
Er sehnt sich nach uns. Er sucht uns. Er kommt uns entgegen.
Denn Er möchte unsere Herzen heilen und uns „nach Hause“ bringen.

AMEN

Doch das kommt nicht nur in unserem Wochenvers zur Geltung. Wenn du mehr erfahren möchtest, dann lass uns den 2. Teil betrachten.

Nach oben scrollen