Rosa‑blauer Himmel mit Lichtstern und Kondensstreifen über dunklen Tannen; Schriftzug „2. Sonntag nach Trinitatis“.

Impuls zum
2. Sonntag nach Trinitatis

Doch dann kommt Gott …
Wo wir an unsere Grenzen stoßen, lädt er uns ein.

Kommt her zu mir, alle,
die ihr mühselig und beladen seid;
ich will euch erquicken.
(Matthäus 11,28)

Pastellfarbener Himmel mit hellem Stern und Tannensilhouetten; darüber steht Matthäus 11,28 über Trost und Erquickung.

Kommt her zu mir

Gott lädt uns ein.
Er hat die Tür geöffnet und Seinen Tisch bereitet. Wir dürfen Platz nehmen und uns von Ihm versorgen und „erquicken“ lassen.

Kommt her zu mir, alle,
die ihr mühselig und beladen seid;
ich will euch erquicken.
(Matthäus 11,28)

In jedem Buch der Heiligen Schrift finden wir Gottes Wort des Trostes, der Kraft und Stärke. Die Bilder der starken Arme, der festen Burg, der väterlichen Versorgung sind fundamental für unser Glaubensleben.

„Gott – Jireh“ – der Gott, der versorgt

So eine beeindruckende und namensgebende Begegnung mit diesem „Gott – Jireh“ finden wir bei Abraham.

Da erhob Abraham seine Augen und schaute, und siehe, da war hinter ihm ein Widder,
der sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte. Und Abraham ging hin und nahm den Widder und brachte ihn als Brandopfer dar
anstelle seines Sohnes. Und Abraham nannte den Ort: »Der Herr wird dafür sorgen«,
sodass man noch heute sagt: Auf dem Berg wird der Herr dafür sorgen!
(1. Mose 22,13-14)

Doch nicht erst Abraham kam in den Genuss von Gottes Fürsorge.
Diese schwingt schon in der Schöpfungsgeschichte mit – die Früchte des Feldes, die Tiere des Landes und nicht zuletzt Adam & Eva.

Diese göttliche Versorgung ist stärker als die Sünde, heller als die Finsternis, sicherer als das tosende Meer. Nur einer steht ihr im Weg: Wir selbst.

Wir sind es, die Gottes Hand – Sein Wort – und somit Seine Versorgung immer wieder ausschlagen.

Doch Gottes Wort steht felsenfest – unauslöschbar, wie die Buchstaben der Heiligen Schrift. Seine Zusagen sind nicht nur gesprochene Worte, keine Lippenbekenntnisse. Sie stehen da – schwarz auf weiß – für jeden zugänglich. Und doch fallen sie uns oft schwer zu glauben.

Gott ist treu und Er steht zu Seinem Wort – und wir dürfen es annehmen.

Kommt her zu mir, alle,
die ihr mühselig und beladen seid;
ich will euch erquicken.
(Matthäus 11,28)

Doch dann kommt Gott …

In den meisten Szenen und Zusagen der Schrift geht es um einzelne Personen – besondere Protagonisten der Bibel. Und doch geht es im Kern auch immer um dich, um mich und um unsere Beziehung zu Gott.

Ich denke hier an biblische Personen wie:

Elia, als er auf der Flucht in der Wüste keine Lust und Kraft mehr hatte und eigentlich nur noch sterben wollte. Doch dann kommt Gott … und schenkt ihm neue Kraft und einen neuen Auftrag.

David, der kleine Hirtenjunge, der mutterseelenallein in den Kampf gegen Golliath zieht, dem augenscheinlich übermächtigen Riesen. Alleine? Nicht wirklich, den dann kommt Gott … und kämpft an seiner Seite.

Hanna, die Mutter von Samuel, dem großen Propheten, die weinend auf der Tempeltreppe sitzt – verzweifelt und traurig, verstoßen und verlästert, weil sie keine Kinder bekommen kann. Doch dann kommt Gott …. und verwandelt ihre Tränen in Gnade.

Die Samariterin, der Jesus am Brunnen begegnet, die aufgrund ihres Lebensstils aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurde. Doch dann kommt Jesus …und aus Einsamkeit wird Begegnung.

Der Apostel Nathanael, der trostlos unter dem Feigenbaum sitzt und das Gefühl hat, dass sein Leben am Ende ist. Nichts klappt, alles geht schief und kein Mensch weit und breit fängt ihn wieder auf. Doch dann kommt Jesus … und mit ihm ein neuer Anfang.

Alles mit sich selbst auszumachen, keinen Halt und keine Unterstützung zu haben, das zerrt an der eigenen Konstitution.

Und ich sehe:

Unsere Verzweiflung, wie sie ratlos und kraftlos zum Kreuz schaut und sich fragt: „Ist das wirklich schon alles gewesen?“
Unsere Kraftlosigkeit, die zu Hause im Bett liegt und keinen Antrieb mehr hat aufzustehen. Schmerzen plagen sie, seelische Wunden zerreißen sie, weil die Welt sie nicht annimmt und der Berg von Arbeit, Problemen und Sorgen immer größer zu werden scheint.
Unsere Trostlosigkeit, weil sich nichts verändert und alles ausweglos erscheint.

Wie bitter.

Doch dann kommt Jesus … und ich höre ihn sagen:

Kommt her zu mir, alle,
die ihr mühselig und beladen seid;
ich will euch erquicken.
(Matthäus 11,28)

Wie tröstlich.

Gottes Zusage

Gott ist nicht nur da, wenn es uns gut geht und wir fröhlich und erhobenen Hauptes durch die Welt gehen. Gerade in diesen schwachen und ausweglosen Momenten reicht er uns Seine Hand.

Kommt her zu mir, alle,
die ihr mühselig und beladen seid;
ich will euch erquicken.
(Matthäus 11,28)

Trost, Hoffnung, Zuversicht.
Gott will uns „erquicken“ – uns stärken und neu beleben.

Wenn wir diese Worte hören und ihnen Vertrauen schenken ist es ein Schritt raus aus dem finsteren Tal.

AMEN

Doch das ist nicht genug – in diesem Bibelvers steckt noch viel mehr für uns. Was darin noch verborgen liegt, das schauen wir uns im 2. Teil des Impulses an.

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