Impuls zum
1. Sonntag nach Triniatis
Teil 3
Wenn Gott spricht, stellt Sein Wort uns vor die Wahrheit, die wir gern überhören.
Christus spricht: Wer euch hört, der hört mich;
und wer euch verachtet, der verachtet mich.
(Lukas 10, 16a)

Das Wort, das nicht schweigt
Propheten & Apostel – der Wahrheit (schw)erster Akt
Bei uns auf Erden gibt es Menschen, die Gott gezielt dazu auserwählt hat, als Apostel, Prediger oder Propheten Sein Wort zu verkündigen und zu lehren.
Nicht nur wir, sondern besonders sie, stoßen dabei nicht selten auf Widerstand bei den Ungläubigen. Wir, die wir nicht in dieses „Amt“ berufen sind, können uns ein Stück weit zurückziehen – sie jedoch nicht.
Nicht jeder ist offen und bereit, Gottes Wort zu hören, die Wahrheit anzunehmen, sein Leben zu verändern und sich auf den Willen Gottes auszurichten. Das ist nichts Neues in der Weltgeschichte und auch nichts Ungewöhnliches in unserem eigenen Leben. Denn wer hört schon gerne eine Wahrheit, die unangenehm ist und Veränderung fordert?
Das hat Jesus nicht nur gewusst …
Wer euch hört, der hört mich;
und wer euch verachtet, der verachtet mich.
(Lukas 10, 16a)
… sondern auch am eigenen Leib erfahren.
Und sie ärgerten sich über ihn. Jesus aber sprach zu ihnen:
„Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und in seinem Haus.“ Und er tat dort nicht viele Wunder wegen ihres Unglaubens
(Matthäus 13,57-58)
Einer hintergeht den anderen, und die Wahrheit reden sie nicht;
sie haben ihre Zungen das Lügen gelehrt; sie mühen sich ab mit Unrechttun.
(Jeremia 9,4)
[…] ihr wollt nicht zu mir kommen, um Leben zu haben. Ich nehme nicht Ehre von Menschen; aber ich kenne euch, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommen wird, den werdet ihr annehmen. Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt? Und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, sucht ihr nicht?
(Johannes 5,40-44)
Apostel & Propheten – der Wahrheit zweiter Akt
Dabei ist es nicht schwer, was Jesus uns lehrt: die Liebe Gottes.
Er hat uns gezeigt, was es heißt, Gottes Liebe zu leben und in Form der Nächstenliebe weiterzugeben. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.
Doch unsere Welt macht es uns nicht leicht, aus dem Strudel von Pessimismus, negativen Ereignissen, Macht und Gier auszubrechen. Es gilt, die Dunkelheit zu durchbrechen, unser Herz zu öffnen und mit Seiner Güte, Barmherzigkeit und Seinem Frieden zu füllen. Dann können wir – mit Gott im Herzen – unseren Mitmenschen im Licht Jesu begegnen.
Gott ist Liebe, und Gott ist Nächstenliebe.
Wer euch hört, der hört mich;
und wer euch verachtet, der verachtet mich.
(Lukas 10, 16a)
Gott HÖREN
Gottes Stimme zu hören ist schwer – und doch so leicht.
Viele sagen: „Gott spricht nicht. Wie auch. Wie soll etwas Unsichtbares sprechen können?“
Für sie ist es schwer (geworden), Gott zu hören. Vielleicht glauben sie nicht, dass Gott wirklich zu uns spricht. Vielleicht haben sie Angst, vor dem, was Er ihnen sagen könnte.
Und ich stelle die Frage: Warum sollte Gott nach dem letzten Wort der Bibel verstummt sein? Ist er es leid, mit uns zu reden? Hat er aufgegeben, weil wir nicht hören wollen?
Zwischen dem letzten Prophetenbuch Maleachi und Jesus klafft eine Lücke von etwa 400 Jahren. Was, wenn Gott jetzt – nach Jesu Tod, Auferstehung und Erhöhung – wirklich nicht mehr sprechen würde?
Wenn Du das glaubst, ist Gottes Wahrheit wirklich noch nicht in deinem Herzen angekommen.
Gott – klar und deutlich
Lass dir sagen: Gott spricht.
Es tut nicht weh, und es ist nicht schwer zu verstehen.
Gott ist Beziehung, und Beziehung lebt vom Gespräch. Nicht vom Monolog unsererseits, sondern vom Dialog mit Ihm.
Gott spricht auf die unterschiedlichsten Arten zu uns:
- durch das geschriebene Wort der Bibel,
- durch Visionen und Träume,
- durch Eingebungen im Alltag und
- direkt in unser Herz hinein.
Einige haben Ihn sogar akustisch gehört. Warum auch nicht? Gott ist ein lebendiger Gott. Wie sollte Er sonst reden, hören und handeln können?
Gott verlangt von uns nichts, was Er nicht auch selbst tun würde. Denn was Er tut, vollbringt Er durch uns.
Egal wie laut der Lärm dieser Welt ist – wenn es darauf ankommt, verschafft Gott sich Gehör.
Hindernisse sind dazu da, sie zu überwinden
Viele Menschen glauben nicht mehr, dass Gott spricht. Deshalb erklären sie andere für verrückt, die Seine Stimme hören.
Aber glaube mir: Gott spricht – und es ist wunderbar.
Es gibt nichts Schöneres für ein erfülltes Leben, als auf Sein Wort zu hören und Ihm zu folgen.
Gott hat uns erschaffen und unser Leben bereits vor Urzeiten vorbereitet. Er weiß genau, was wann kommen muss, damit Gutes daraus erwächst – für uns und für Seine Schöpfung.
Gott sieht nicht nur den Augenblick und nicht nur den einzelnen Menschen. Er sieht das große Ganze – etwas, das wir niemals überblicken könnten.
Deswegen mag das, was Er uns sagt, manchmal unreal, unlogisch oder auch unmöglich klingen. Doch das ist es nicht.
Gottes Wort ist so real, so echt und wahrhaftig wie du und ich. Es verfolgt immer ein Ziel. Es ist nicht leer oder hohl, macht keine falschen Versprechungen und gaukelt uns nichts vor. Gottes Wort ist gefüllt mit Weisheit, Wahrheit und Wirklichkeit.
Sein Wort ist nicht unmöglich.
DENN: Für Gott sind alle Dinge möglich. Geht nicht, gibt’s nicht!
Doch gerade diese göttliche Logik inmitten unserer menschlichen Unlogik; macht es schwer, Gottes Wort anzunehmen. Und das birgt Hindernisse und Gefahren für uns Gläubige.
Ein Leben, das auf Liebe und Nächstenliebe, Güte und Anteilnahme, Barmherzigkeit und Unterstützung aufbaut, stößt oft auf Unmut, Angst und Abneigung.
Liebevoll zu anderen zu sein – kein Problem.
Großzügig zu sein – auch das gelingt uns manchmal.
Doch oft bleibt es beim „ein bisschen“. Und wir nennen es Nächstenliebe.
Erkennst du dich in diesen Gedanken?
Und: Ist das Gottes Wort in uns?
Mene, mene, tekel – gezählt, gezählt, gewogen
Mene, mene, tekel – gezählt, gezählt, gewogen (vgl. Daniel 5,25)
Der „mächtige“ Belsazar, der sich selbst erhoben hat, wurde von Gott gezählt, gewogen und für zu leicht befunden.
Das Weltliche – so machtvoll es scheint – ist am Ende dennoch zu leicht.
Gottes Wort ist nicht „schwer“ im Sinne von unerträglich, lebensfern oder nur eine Last. Doch es hat Gewicht, und wir sollten es nicht „auf die leichte Schulter“ nehmen.
Gottes Wort ist nicht leicht – aber es ist gewichtig und befreiend.
Wer euch hört, der hört mich;
und wer euch verachtet, der verachtet mich.
(Lukas 10, 16a)
Gottes Wort ist Liebe, Frieden & Gnade.
Gottes Wort ist Fürsorge, Nächstenliebe & Barmherzigkeit.
Gottes Wort ist Leben – für dich, für mich und für alle Menschen.
Gott ist Leben – Gottes Wort ist Leben!
Also: Lassen wir zu, dass Gott spricht.
Werden wir still, hören wir auf Seine Stimme und folgen wir Seinem Wort.
Gott schweigt nicht!
Hören wir, was Er uns zu sagen hat –dir und mir ganz persönlich!
Amen!

