Impuls zum
1. Sonntag nach Trinitatis
Wenn Gott spricht, beginnt in uns eine Veränderung –
und wir wissen: Jetzt sind wir dran.
Christus spricht zu seinen Jüngern:
Wer euch hört, der hört mich;
und wer euch verachtet, der verachtet mich.
(Lukas 10, 16a)

Wenn Gott spricht
In den klassischen Gottesdiensten pickt man sich oftmals einen Predigttext aus den vielen vorgeschlagenen Texten der Perikopensammlung heraus. Doch dieser Sonntag fordert uns förmlich heraus, nicht nur einen, sondern alle Texte in den Blick zu nehmen.
Psalm 34, 2-11
Johannes 5, 39-47 (Ich kenne euch, dass ihr nicht Gottes Liebe in euch habt.) Gottes Wort
Apostelgeschichte 4, 32-37 (Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele.) Gemeinschaft
Jona 1,1 – 2,2-11 (Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte.) Befolgung des Wortes
Evangelium Lukas 16, 19-31 (Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören.) Prophetenwort
1. Johannes 4, 13-21 (Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.) Nächstenliebe
Jeremia 23, 16-29 (Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott, der ferne ist ?)
Der heutige Sonntag steht ganz im Zeichen der Nächstenliebe. Doch Moment -in einer anderen Quelle heißt es, es gehe um das Hören auf Gottes Wort. Und eine dritte spricht vom Sonntag der Apostel und Propheten.
So viel Uneinigkeit?
So scheint es – und doch führt alles zusammen.
Uneinigkeit in der Einigkeit
Eigentlich nicht. Denn alles bündelt sich letztlich in einem: Seinem Wort und in der Kraft seiner Worte. Genau das spiegeln alle Texte dieses Sonntag wider.
1. Das Hören auf Seine Stimme
Wenn wir die Texte zu Jona lesen, geht es um das Hören auf Seine Stimme, um das Befolgen Seiner Weisung und um die Konsequenzen, die entstehen, wenn wir nicht auf Gottes Wort hören.
2. Apostel & Propheten
In Lukas und Jeremia geht es zum einen um die Bestärkung, auf die wahren, von Gott berufenen Apostel und Propheten zu hören, und zum anderen um die Warnung an diese Boten, nicht ihre eigenen Worte, sondern allein Gottes Wort zu verkünden.
3. Nächstenliebe
Die Apostelgeschichte und der 1. Brief des Johannes richten unseren Blick auf das Handeln nach Gottes Wort – auf die Gottesliebe und Nächstenliebe – in all ihren Facetten.
An diesem Sonntag steht also Sein Wort im Zentrum unseres Blickfeldes. Seine Kraft, Seine Wahrheit, Seine Freiheit und Seine Taten. Es geht um das Hören, Reden und Handeln nach Seinem Wort.
Sein Wort ist die nie versiegende Quelle lebensspendenden Wassers.
Auf Sein Wort dürfen wir vertrauen, an Sein Wort dürfen wir glauben – auch wenn es herausfordert und manchmal Spaltung mit sich bringt.
Sein Wort ist nicht das Wort der Welt – doch es ist das Wort des Lebens.
Sein Wort – Seine Wahrheit – Sein Leben
Christus spricht zu seinen Jüngern:
Wer euch hört, der hört mich;
und wer euch verachtet, der verachtet mich.
(Lukas 10, 16a)
Gottes Wort – Seine Wahrheit – ist kein leichter Tobak. Es ist mitunter das Gegenteil dessen, was uns die Welt bietet. Auf Gottes Wort zu hören und Jesus zu folgen, kann eine komplette Veränderung unseres Lebens bedeuten – einen echten Richtungswechsel.
Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint,
in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen,
um das Leben zu empfangen.
(Johannes 5,39-40)
Kann ich das? Will ich das überhaupt? Bin ich bereit dafür?
Abkehr von Hass, Zank und Streit – Umkehr zu Frieden, Annahme und Liebe? Abkehr von Ruhm, Anerkennung und Gier – Umkehr zu Demut, Dienst und Dankbarkeit?
Weg vom Egoismus – hin zur Nächstenliebe?
Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte,
dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam.
(Apostelgeschichte 4,32)
Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner;
denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht?
Und dieses Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.
(1. Johannes 4,20-21)
Nicht jeder ist bereit den Weg Jesu einzuschlagen, Veränderungen zuzulassen und vom hohen Podest auf die dienenden Knie zu gehen. Die Angst vor Veränderung verschließt unsere Herzen und macht uns taub und abweisend für das heilsbringende Wort Gottes.
Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und rettete mich aus allen meinen Ängsten.
Als dieser Elende rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten. Junge Löwen leiden Not und Hunger;
aber die den Herrn suchen, müssen nichts Gutes entbehren.
Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.
(Psalmen 34,5, 7, 11, 19)
Dabei ist das Wort Gottes so unendlich wichtig für unser Leben. Nur durch die Veränderung im Kleinen – in uns – kann auch eine Veränderung im Großen – in der Welt – geschehen.
Alles beginnt zuerst in uns.
Auch die Heilung und Erlösung unserer Welt.
Mit Seinem Wort.
Gottes Wort in uns
Auf das Wort Gottes zu hören, heißt:
- es zu befolgen und danach zu handeln
- es anzunehmen und zu verkündigen
- und selbst danach zu leben.
Hören, Handeln, Leben: das ist unser Auftrag als Gläubige, Jünger, Apostel oder Propheten.
Die auf ihn blicken, werden strahlen, und ihr Angesicht wird nicht beschämt.
Kommt her, ihr Kinder, hört auf mich; ich will euch die Furcht des Herrn lehren! […]
Der Herr erlöst die Seele seiner Knechte, und alle, die auf ihn vertrauen, werden es nicht zu büßen haben.
(Psalmen 34,6, 12, 23)
Nicht die Welt trägt Worte des Lebens ins sich – Gott ist es, der uns durch Sein Wort neues Leben schenkt.
Und wir sind es, die Seinem Wort der Hoffnung, Heilung und Erlösung Gestalt in dieser gefallenen Welt geben. Gott lebt – durch uns.
Durch uns ist Gott allen Menschen nahe – den Gläubigen wie den Suchenden.
Bin ich denn nur Gott in der Nähe, spricht der Herr,
und nicht auch Gott in der Ferne? Oder kann sich jemand so heimlich verbergen, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der Herr.
Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde?, spricht der Herr.
(Jeremia 23,23-24)
Wir dürfen uns nicht in unserer „Glaubens-Blase“ verschanzen. Wir müssen hinausgehen in die Welt:
verkünden, was Gott uns sagt;
handeln, wie Jesus uns lehrt;
lieben, wie Gott uns liebt.
AMEN
Doch mit diesem Amen endet dieser Sonntag noch nicht. Im 2. Teil geht es noch ein bisschen tiefer.
Psalm 34,2-11
Ich will den Herrn preisen allezeit, sein Lob soll immerzu in meinem Mund sein. Meine Seele rühme sich des Herrn; die Elenden sollen es hören und sich freuen. Erhebt mit mir den Herrn, und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen! Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und rettete mich aus allen meinen Ängsten. Die auf ihn blicken, werden strahlen, und ihr Angesicht wird nicht beschämt. Als dieser Elende rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten. Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und er rettet sie. Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist; wohl dem, der auf ihn traut! Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen; denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel. Junge Löwen leiden Not und Hunger; aber die den Herrn suchen, müssen nichts Gutes entbehren.
Psalm 34:2-11 SCH2000
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Johannes 5,39-40, 42-47
Ihr durchsucht die Schriften; denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben; und sie sind es, die mich bezeugen; und ihr wollt nicht zu mir kommen, um Leben zu haben. aber ich kenne euch, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommen wird, den werdet ihr annehmen. Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt? Und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, sucht ihr nicht? Ihr sollt nicht meinen, dass ich euch vor dem Vater verklagen werde; derjenige, der euch verklagt, ist Mose, auf den ihr hofft. Denn wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“
Johannes 5:39-40, 42-47 LUTHEUTE
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Apostelgesichte 4, 32-37
Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam. Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war auf ihnen allen. Es litt auch niemand unter ihnen Mangel; denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften und legten ihn den Aposteln zu Füßen; und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war. Joses aber, der von den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte (das heißt übersetzt: »Sohn des Trostes«), ein Levit, aus Zypern gebürtig, besaß einen Acker und verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.
Apostelgeschichte 4:32-37 SCH2000
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Jona 1-1-16
Und das Wort des Herrn erging an Jona, den Sohn Amittais, folgendermaßen: Mache dich auf, geh nach Ninive, in die große Stadt, und verkündige gegen sie; denn ihre Bosheit ist vor mein Angesicht heraufgekommen! Da machte sich Jona auf, um von dem Angesicht des Herrn weg nach Tarsis zu fliehen; und er ging nach Japho hinab und fand dort ein Schiff, das nach Tarsis fuhr. Da bezahlte er sein Fahrgeld und stieg ein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weg von dem Angesicht des Herrn. Aber der Herr schleuderte einen starken Wind auf das Meer, sodass ein großer Sturm auf dem Meer entstand und das Schiff zu zerbrechen drohte. Da fürchteten sich die Schiffsleute und schrien, jeder zu seinem Gott; und sie warfen die Geräte, die im Schiff waren, ins Meer, um es dadurch zu erleichtern. Jona aber war in den untersten Schiffsraum hinabgestiegen, hatte sich niedergelegt und war fest eingeschlafen. Da trat der Schiffskapitän zu ihm und sprach: Was ist mit dir, dass du so schläfst? Steh auf, rufe deinen Gott an! Vielleicht wird dieser Gott an uns gedenken, dass wir nicht untergehen! Und sie sprachen einer zum anderen: Kommt, wir wollen Lose werfen, damit wir erfahren, um wessentwillen uns dieses Unglück getroffen hat! Und sie warfen Lose, und das Los fiel auf Jona. Da sprachen sie zu ihm: Sage uns doch, um wessentwillen uns dieses Unglück getroffen hat! Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Was ist dein Land, und von welchem Volk bist du? Er aber sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer; und ich fürchte den Herrn, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat. Da gerieten die Männer in große Furcht und sprachen: Was hast du da getan? Denn die Männer wussten, dass er vor dem Angesicht des Herrn floh; denn er hatte es ihnen erzählt. Und sie fragten ihn: Was sollen wir mit dir machen, damit das Meer uns in Ruhe lässt? Denn das Meer tobte immer schlimmer. Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer euch in Ruhe lassen! Denn ich weiß wohl, dass dieser große Sturm um meinetwillen über euch gekommen ist. Da ruderten die Leute mit aller Kraft, um das Ufer wieder zu erreichen; aber sie konnten es nicht; denn das Meer tobte immer schlimmer gegen sie. Da schrien sie zu dem Herrn und sprachen: »Ach, Herr! lass uns doch nicht um der Seele dieses Mannes willen untergehen, rechne uns aber auch nicht unschuldiges Blut an; denn du, Herr, hast getan, was dir wohlgefiel!« Darauf nahmen sie Jona und warfen ihn ins Meer; und das Meer hörte auf mit seinem Wüten. Da bekamen die Männer große Ehrfurcht vor dem Herrn und brachten dem Herrn ein Schlachtopfer dar und legten Gelübde ab.
Jona 1:1-16 SCH2000
Jona 2,1-11
Und der Herr entsandte einen großen Fisch, der Jona verschlingen sollte; und Jona war im Bauch des Fisches drei Tage und drei Nächte lang. Und Jona betete aus dem Bauch des Fisches zu dem Herrn, seinem Gott, und sprach: Aus meiner Drangsal rief ich zu dem Herrn, und er erhörte mich; aus dem Schoß des Totenreiches schrie ich, und du hörtest meine Stimme! Denn du hattest mich in die Tiefe geschleudert, mitten ins Meer, dass mich die Strömung umspülte; alle deine Wogen und Wellen gingen über mich. Und ich sprach: Ich bin von deinen Augen verstoßen; dennoch will ich fortfahren, nach deinem heiligen Tempel zu schauen! Die Wasser umringten mich bis an die Seele, die Tiefe umgab mich, Meergras umschlang mein Haupt. Zu den Gründen der Berge sank ich hinunter; die Erde war auf ewig hinter mir verriegelt — da hast du, Herr, mein Gott, mein Leben aus dem Grab heraufgeführt! Als meine Seele in mir verschmachtete, gedachte ich an den Herrn, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. Die Verehrer nichtiger Götzen verlassen ihre Gnade; ich aber will dir mit lauter Stimme Lob opfern; was ich gelobt habe, das will ich bezahlen. Die Rettung kommt von dem Herrn! Und der Herr gebot dem Fisch; und der spie Jona ans Land.
Jona 2:1-11 SCH2000
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Lukas 16, 19-31
Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbare Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer namens Lazarus, der lag vor dessen Tür voller Geschwüre und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die vom Tisch des Reichen fielen; und es kamen sogar Hunde und leckten seine Geschwüre. Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. Und als er im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualen litt, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme! Abraham aber sprach: Sohn, bedenke, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaßen das Böse; nun wird er getröstet, du aber wirst gepeinigt. Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, sodass die, welche von hier zu euch hinübersteigen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest — denn ich habe fünf Brüder —, dass er sie warnt, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen! Abraham spricht zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; auf diese sollen sie hören! Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun! Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer aus den Toten auferstände!
Lukas 16:19-31 SCH2000
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1. Johannes 4,13-21
Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. Wer nun bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, dass wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts, denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe. Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht? Und dieses Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.
1. Johannes 4:13-21 SCH2000
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Jeremia 23, 16-29
So spricht der Herr der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie täuschen euch; die Offenbarung ihres eigenen Herzens verkünden sie und nicht [was] aus dem Mund des Herrn [kommt]. Ständig sagen sie zu denen, die mich verachten: »Der Herr hat gesagt: Ihr werdet Frieden haben!« Und zu allen denen, die in der Verstocktheit ihres Herzens wandeln, sprechen sie: »Es wird kein Unheil über euch kommen!« Denn wer hat im Rat des Herrn gestanden und hat sein Wort gesehen und gehört? Wer hat auf mein Wort geachtet und gehört? Siehe, als ein Sturmwind des Herrn ist der Grimm losgebrochen, und ein wirbelnder Sturmwind wird sich auf das Haupt der Gottlosen entladen! Der Zorn des Herrn wird sich nicht abwenden, bis er die Gedanken seines Herzens vollbracht und ausgeführt hat. Am Ende der Tage werdet ihr es erkennen und verstehen! Ich habe diese Propheten nicht gesandt, und doch sind sie gelaufen; ich habe nicht zu ihnen geredet, und doch haben sie geweissagt. Hätten sie in meinem Rat gestanden, so würden sie meinem Volk meine Worte verkündigen und sie abbringen von ihrem bösen Weg und von ihren schlimmen Taten! Bin ich denn nur Gott in der Nähe, spricht der Herr, und nicht auch Gott in der Ferne? Oder kann sich jemand so heimlich verbergen, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der Herr. Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde?, spricht der Herr. Ich habe gehört, was die Propheten reden, die in meinem Namen Lügen weissagen und sprechen: »Ich habe einen Traum gehabt, ich habe einen Traum gehabt!« Wie lange soll das noch gehen? Soll etwa die falsche Weissagung im Herzen der Propheten bleiben? Und die Propheten, die selbst erfundenen Betrug weissagen, haben sie nicht im Sinn, bei meinem Volk meinen Namen in Vergessenheit zu bringen durch die Träume, die sie einander erzählen, gleichwie ihre Väter meinen Namen vergessen haben über dem Baal? Der Prophet, der einen Traum hat, der erzähle den Traum; wer aber mein Wort hat, der verkündige mein Wort in Wahrheit! Was hat das Stroh mit dem Weizen gemeinsam?, spricht der Herr. Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?
Jeremia 23:16-29 SCH2000
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