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Totensonntag - Ewigkeitssonntag

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Totensonntag/ Ewigkeitssonntag



Lasst eure Lenden umgürtet sein
und eure Lichter brennen.
(Lukas 12,35)



Von EWIGkeit zu EWIGkeit


Der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Schon wieder ist ein ganzes Jahr vergangen. Und was für ein Jahr, was für eine Reise. Was wir nicht alles erlebt haben auf unserem Weg mit Jesus.

Können wir uns noch an den ersten Moment erinnern, als wir dieses kleine Kind, von dem so viel Strahlkraft ausgeht, in den Armen gehalten haben? Können wir uns noch an das unschuldigste aller Lächeln erinnern, welches seit Beginn allen Seins, die Herzen der Menschen erwärmt? Ob seine ersten Worte auch „Mama“ und „Papa“ waren oder schon „Kommt her zu mir!“?

Und was wir nicht alles mit Ihm erlebt haben.

Wir sind mit Ihm durch Angst und Zorn gegangen. Vor allem die Pharisäer und Schriftgelehrten haben Ihm das Leben nicht gerade leichte gemacht. Nur weil sie einfach nicht verstehen wollten, wollten sie Ihn einmal sogar steinigen. Kein Wunder, wenn Jesus zornig auf diese Heuchler war, jagten sie doch immer nur menschlichen Lehren nach, anstatt auf Gottes Gebote und Weisungen zu hören. 


Ihr Heuchler, richtig hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen:
»Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir;
vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.«
(Matthäus 15,7-9) 


Allerdings muss man zugeben, dass auch wir in dieser Hinsicht keine Blumenkinder sind. Von daher ist es nur allzu verständlich, dass Er auch auf uns und unsere „Irr“Wege immer mal wieder zornig, wütend und traurig ist. So, wie damals an Lazarus Grab. 


Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten,
die mit ihr kamen, ergrimmte er im Geist und erbebte
(Johannes 11,33) 


Nicht der Tod seines Freundes macht Ihn traurig. Nicht die Traurigkeit selber, erzürnt ihn. Es ist der Unglaube, der in der Luft liegt, es ist die falsche Herzenshaltung, die Jesus betrübt und zornig werden lässt. In der Schlachterübersetzung heißt es: 


Als nun Jesus sah, wie sie weinte, und wie die Juden,
die mit ihr gekommen waren, weinten, seufzte er im Geist
und wurde bewegt
(Johannes 11,33) 


Es ist nicht das "sauer" oder "zornig", welches wir kennen, welches uns erfüllt. Gottes Zorn ist nicht gespeist aus Hass und Wut, sondern aus Liebe, einer tiefen Liebe zu Seinen Kindern. Dieser ganz besondere Wesenszug Gottes, zieht sich durch alle Facetten seines Seins, so auch durch Traurigkeit, Wut und Zorn. Es ist nicht immer leicht zu verstehen, aber der Heilige Geist, der Beistand, Helfer, Ratgeber, hilft uns immer wieder, dass wir unsere Augen und Herzen für die Wahrheit Gottes öffnen können. 


Und ich werde den Vater bitten,
und er wird euch einen anderen Ratgeber geben,
der euch nie verlassen wird. Es ist der Geist der Wahrheit.
Die Welt kann ihn nicht empfangen, denn sie sieht ihn nicht
und erkennt ihn nicht. Ihr aber kennt ihn,
weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.
(Johannes 14,16-17) 


Ja, Freud und Leid standen auf unserer „Reise“ immer ganz nah beieinander. Erinnern wir uns nur mal an die Hochzeit von Kanaan. Eine ausgelassene Feier mit großartigem Happy End. Jesus kann schon auch gut feiern. Ein Spielverderber war er in dieser Hinsicht sicherlich nicht. In aller Ernsthaftigkeit, schwingt bei Ihm doch immer auch eine unendliche Leichtigkeit mit.
Die Hochzeit, das „Wasser-zu-Wein“- Wunder. Sein erstes großes Auftreten, Sein erstes öffentliches Wunder. Und das nicht aus einer großen Elendsnot heraus, sondern „nur“ um der Freude, des Lebens, willen.

Und dann, auf der anderen Seite, das Leid, die Not, das Elend.
Zum Beispiel die zehn Aussätzigen, die uns im Grenzgebiet zwischen Galiläa und Samarien begegneten. Die Frau, die seit Jahrzehnten unter Blutfluss litt, die arme Witwe, die nun auch ihren einzigen Sohn verlieren sollte und all die Gelähmten, Blinden und Tauben. Hier lässt Jesus unglaubliche Wunder inmitten von Leid, Schmerz und Elend gesehen.

Gott ist allgegenwärtig. ER ist in Raum und Zeit.
Gott sieht uns allezeit – in Freud und in Leid.
Und Gott hilft uns allezeit – in Freud und in Leid.
Denn bei Gott ist alles möglich! 


Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
(Lukas 1,37) 


Ja, wir haben krasse Wunder erlebt. Wunder, die uns wahrlich die Sprache verschlagen haben und andere, die uns wiederrum ein kleines Lächeln abverlangten. Zum Beispiel die Schweinemeute, wie sie von Dämonen besessen in den Abgrund stürzte, oder Petrus, als er in seinem Boot mit Fischen quasi überhäuft wurde.

Oder diese Speisung der 5000 Männer und dazu noch Frauen und Kinder. Wie hat Er das nur gemacht? Aus fünf einfachen Broten und zwei Fischen so unzählig viele Menschen zu versorgen. Gott sei DANK! Dank sei bei Gott!

Wir haben Jesus auf unserer „Reise“ am höchsten und am tiefsten Punkt erlebt. Auf dem Berg der Verklärung, als Er mit Mose und Elia in der Herrlichkeit Gottes wandelte und dann wiederum im Garten Gethsemane, als er aus tiefster Angst heraus gebetet und Blut und Wasser geschwitzt hat.

Wir haben Ihn in seiner ersten und seiner letzten Stunde begleitet. Wir standen Seite an Seite mit den Hirten, mit Maria und Josef in der Krippe und wir standen Seite an Seite mit Johannes, Maria und auch den Soldaten am Kreuz.

Was für eine Persönlichkeit, der wir folgen durften. Selbst die Pharisäer hatten Respekt vor Ihm. Auch wenn dieser Respekt ins Negative umschlug. Jesus hat kein Blatt vor den Mund genommen. Er hat gesagt, was gesagt werden musste. Er hat den Menschen nicht nach dem Munde geredet, er hat uns nichts vorgesäuselt, nur damit wir Ihn mögen. Es war und ist Ihm schlichtweg egal, was wir von Ihm halten, solange wir Seinem Wort glauben und Er uns die Herrlichkeit Gottes offenbaren kann.

Was für ein Mentor. Was Er uns alles gelehrt hat. Eine ganz andere Art zu Leben. Natürlich mussten wir auch viele harte und mahnende Worte einstecken, aber ganz ehrlich, wir sind keine Engel und wir haben diese Worte verdient.

Und auf Seine ganz besondere Weise hat Er es immer wieder geschafft uns zu zeigen, dass ein gottgefälliges Leben gar nicht so schwer sein muss. Es sind nur unsere eigenen Wünsche und Begierden, die uns von diesem wahren Leben abhalten. Jesus hat uns gezeigt, was wahre Liebe ist und was es bedeutet in inniger Gemeinschaft zu leben. Er hat keinem die Tür vor der Nase zugeknallt. Wenn einer bei Ihm angeklopft hat, egal wer es war, egal ob er Rang und Namen hatte oder von der Straße gekommen ist, Jesus hat jedem die Tür geöffnet und Ihn an Seinen Tisch gebeten. 


Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten
und sprachen zu seinen Jüngern: Warum esst und trinkt
ihr mit den Zöllnern und Sündern? Und Jesus antwortete
und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht,
sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen,
Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.
(Lukas 5,30-32) 


Was für ein Vorbild. Jesus war immer gut. Selbst wenn Er uns maßregeln musste, klang immer diese unendliche und bedingungslose Liebe Gottes mit. Er hat uns angenommen, so wie wir sind. Wir brauchten uns nicht verstellen, wir durften einfach WIR sein. Was für ein Mensch. 


Doch nun spricht der HERR, der dich, Jakob,
geschaffen hat und der dich, Israel, gebildet hat: 
»Hab keine Angst, ich habe dich erlöst.
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du gehörst mir. 
(Jesaja 43,1) 


Und nun? Alles vorbei?

Der Ewigkeitssonntag und Totensonntag bilden den letzten Sonntag im Kirchenjahr. Die Reise findet sein Ende.
Oder vielleicht doch nicht?
Geht sie vielleicht jetzt erst los?

Gott ist Alpha und Omega, Anfang und Ende zugleich. Was auf Erden endet, fängt bei Gott erst an. Unser Leben ist geprägt von der Ewigkeit. Und so ist auch unser Kirchenjahr immer wieder geprägt von einem Anfang und einem Ende und dann wieder von einem Anfang.

Anfang und Ende auf Erden verschwimmen und leiten uns auf einen fortwährenden Lebensweg mit Jesus. Die Geschichte gab es nur einmal, die Ewigkeit ist unendlich. Und auf diese Ewigkeit steuern wir zu. 


Von Ewigkeit zu Ewigkeit 

Neuer Himmel, neue Erde,
neues Leben, Leben in Gott.
Friede und Freude auf ewig werde
und die Tränen, sie gehen hinfort.

Die Mauern Zions sind neu errichtet,
die Tore der Ewigkeit brechen auf.
Gott hält Einzug im hellen Lichte
und thront hoch über allem auf.

Jerusalem kommt bald hernieder,
geschmückt wie eine schöne Braut,
glänzend und prachtvoll, ein weißes Mieder,
gehüllt in zarten Sternenstaub.

Sein kraftvoll´ Wort geht aus von ihr,
erfüllt die ganze Welt.
Die Herrlichkeit erstrahlt über dir
und erfüllt das Himmelszelt.

Gottes Reich ist angebrochen,
in unsren Herzen offenbar.
Es ist in dir und mir verborgen,
was kommt, was ist und das, was war.

Noch eine kurze Zeit,
es warten drauf die Frommen,
ER leuchtet auf, sind wir bereit?
Der Morgenstern wird kommen. 


AMEN 


Wenn du noch einen kleinen Blick auf den EWIGKEITSsonntag werfen möchtest, dann „Komm, folge mir nach!

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