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8. Sonntag nach Trinitatis

Impuls zum Wochenspruch zum 8. Sonntag nach TrinitatisWochenspruch zum 8. Sonntag nach Trinitatis
8. Sonntag nach Trinitatis



Lebt 
als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter Güte
und Gerechtigkeit und Wahrheit.
(Epheser 5, 8b-9) 





Hell, Heller, Jesus!


Lebt als Kinder des Lichts! 


Wow, welch unglaublich starke Aufforderung von Paulus an die Gemeinde in Ephesus, und auch an uns heute, egal wo auch immer wir sind.

Lebt als Kinder des Lichts!

Wenn ich diesen Satz höre, muss ich unweigerlich an zwei Bibelstellen denken (von unendlichen vielen, die „Das Licht“ bezeugen.) 


Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. 
Und Gott sah, dass das Licht gut war. 
Da schied Gott das Licht von der Finsternis.
(1.Mose 1,3-4)

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott,
und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott.
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht,
und ohne dasselbe ist nichts gemacht,
was gemacht ist. In ihm war das Leben, 
und das Leben war das Licht der Menschen. 
Und das Licht scheint in der Finsternis,
und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.
(Johannes 1,1-5) 


Gott - das Licht - Jesus – von jeher eine unzertrennbare Einheit.
Gott ist im Licht. Er geht zwar mitten rein in unsere Finsternis, in das Dunkel dieser Welt, aber Er ist sie nicht. Er sucht im Verborgenen, aber Er ist nicht das Verborgene.

Denn: Gott ist Licht.
Gott ist Klarheit, Reinheit, Liebe.
Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.

Gottes Herrlichkeit erstrahlt über aller Finsternis. 


Und das Licht scheint in der Finsternis,
und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.
(Johannes 1,5) 


Und wir sind Kinder Gottes.
Wir sind Kinder des Lichts!

Aber was machen wir jetzt aus dieser unendlichen Gnade, die Gott uns erwiesen hat?
Wie steht es um unseren Dank Gott gegenüber?
Leben wir nur im Glauben oder Handeln wir auch aus demselben heraus?

Wie leben wir als Kinder Gottes?
Was bewirken wir durch unser Leben in Jesus Christus?
Und erkennt die Welt Gottes Herrlichkeit durch uns?

Als Kinder Gottes ist es unsere Aufgabe, als wahre Kinder des Lichts zu leben. Es ist unsere Berufung, unsere Art auf Seine Gnade zu reagieren. Es ist an uns, unsere Hand in die Seine zu legen und uns mit Seinem Licht durchfluchten zu lassen. Es ist an uns, Sein Licht in uns aufleuchten und durch uns hindurch, in die Welt hineinleuchten zu lassen.

Es gibt eine bemerkenswerte Bibelstelle im Alten Testament, die ich sehr ergreifend in diesem Zusammenhang finde. 


Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg,
hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht,
dass die Haut seines Angesichts glänzte, weil er mit Gott geredet hatte.
(2. Mose 34,29) 


Mose, der Diener Gottes, wurde auf dem Berg Sinai, in der Gegenwart Gottes, ganz von IHM ergriffen und strahlte seitdem diese unendliche Herrlichkeit Gottes aus. „sein Angesicht glänzte“ – wort- und sprichwörtlich.

Die Freude, die Gnade, die Ruhe Gottes - Seine ganze Herrlichkeit durchfluteten ihn. Mose wurde vom Herrn erleuchtet und dieses Strahlen konnten alle sehen. Es ist diese tiefe Zufriedenheit und Glückseligkeit Gottes, das warme Licht im Herzen, welches sich als Leuchten in den Augen, als Glanz auf dem Gesicht widerspiegeln.

Das Licht Gottes hat eine besondere Kraft. Es hat eine unendliche, unbeschreibbare Schönheit und Ausstrahlung. Und durch dieses ganz besondere „Licht“, strahlt unser Herr auch durch uns. Auch die Menschen heute, die um uns herum sind, können dieses „Licht Gottes“ sehen, wenn es uns, Seine Kinder, durchflutet. Wenn wir es zulassen. 


Lebt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter Güte
und Gerechtigkeit und Wahrheit. 
(Epheser 5, 8b-9)

Und das Paulus dieses „In die Welt hinausstrahlen“ aufgreift, ist nicht aus der Luft gegriffen. Jesus selber lehrte in Seiner Bergpredigt seinen Nachfolgern, dass sie das Licht für die Welt sein sollen. 


Ihr seid das Licht der Welt.
Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben.
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel,
sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind.
(Matthäus 5,14-15) 


Aber nicht wir sind dieses Licht. (siehe Johannes 8,12)


Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: 
Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis,
sondern wird das Licht des Lebens haben.
(Johannes 8,12) 


Das Licht ist unser Herr, Jesus Christus. Wir sind der Leuchter, der das Licht am Leuchten erhält. Wir sind der Leuchter, der das Licht hochhält und in die Welt hinausträgt.

Jesus entzündet die Flamme, das Licht Gottes in uns und wir halten es hoch und lassen es über uns und über unseren Mitmenschen erstrahlen. Wir halten das Licht mitten hinein in die Dunkelheit und geben ihr dadurch Wärme, Kraft, Weite und Sichtbarkeit wieder zurück = Licht.

Was im Licht ist, kann nicht mehr im Verborgenen sein. Wenn das Licht in uns entzündet ist, leben wir nicht mehr in dieser alten Finsternis. Das Licht hat unsere Finsternis überwunden. Und mit uns, durch uns, wird „das Licht“ auch die Finsternis der Welt überwinden.

Lebt als Kinder des Lichts; 
die Frucht des Lichts ist lauter Güte
und Gerechtigkeit und Wahrheit. 
(Epheser 5, 8b-9)


In der Bergpredigt heißt es weiter: 


So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten,
damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
(Matthäus 5,16) 


Wir sind die Kinder des Lichts!

Jesus hat uns erlöst und uns von der Finsternis befreit. Er hat uns in Sein Licht gestellt. Unsere Aufgabe als Christen, als Kinder Gottes, ist es, das Licht Jesu in uns und durch uns leuchten zu lassen, damit jeder Gottes Gnade und Güte, „Gottes gute Werke erkennen und Ihn preisen kann“.

Wir sollen lernen zu denken, zu reden und zu leben, wie Jesus es tat und auch immer noch tut. Denn wir leben durch Ihn, Er lebt in uns und durch uns. Wir sind von Gott geschaffen. Wir sind Kinder Gottes, Kinder des Lichts.

Kein Kind kommt auf die Welt und ist ab der ersten Sekunde böse. Schon dieses Wunder des Menschwerdens, der Geburt, setzt unendliche Emotionen frei, die Wärme, Dankbarkeit und Glück in einen Moment hineinzaubern. Momente des Lichts, der Vollkommenheit, des Friedens.

Doch wir sind gefallen – gefallene Kinder Gottes. Wir sind in diese Welt hineingefallen und damit in ihre Finsternis. Aber Gott gibt uns nicht auf – niemals. Er sucht uns. Er versucht, so wie wir, bei einem fast leeren Feuerzeug, immer und immer wieder, Seine Flamme in uns wieder anzufachen. Und wo wir schon längst aufgegeben hätten und das Feuerzeug entnervt weglegen würden, schnippt Gott so lange weiter, bis Sein Feuer übergesprungen ist. Denn wenn da auch nur ein Funke, ein klitzekleiner Funke in unserem Herzen ist, der dieses besondere Leuchten in uns entfacht, dann wird es Gott vollbringen und zum Ersten oder aufs Neue Sein hell-leuchtendes Licht in uns entflammen. „bei Gott ist nichts unmöglich!“ (Matthäus 19,26) 

Gott hat uns zu Kindern des Lichts erschaffen. Gott ruft uns zu, wieder als Kinder des Lichts zu leben. Er ruft uns, um Seine unendliche Liebe und Seine wunderbare Herrlichkeit der Welt zu offenbaren.

Liebe, Güte und Barmherzigkeit, Freude, Zuversicht und Gerechtigkeit, Hoffnung, Demut und Frieden, all das gilt es in die Finsternis dieser Welt zu tragen und sie wieder ins wahre Licht Gottes zu rücken. Denn wenn dieses kostbare Licht seine Strahlkraft verlieren würde, dann wäre alles dunkel und beängstigend um uns herum. Finster und grau. Ein Spielfeld der Intrigen und Machenschaften. Raum für Angst und Schrecken, Unterdrückung und Gewalt, Zorn und Wut, Egoismus und Selbstdarstellung.

Wenn wir das Licht Gottes in uns verbergen, welches uns durchflutet. Wenn wir das Licht Gottes unter den Scheffel stellen, anstatt es über unser Leben zu erhöhen, dann wäre alles umsonst gewesen, was Jesus für diese Welt getan hat. Für dich & mich. Für unsere Eltern, unsere Kinder, unsere Nachbarn; für unsere Kollegen, Bekannten und Verwandten. Für die Fremden unter uns. Für die Armen und Bedürftigen, die Kranken und Gefangenen. Für DICH & Mich.

Sein unglaubliches Opfer, all die Leiden und all die Hoffnung – alles umsonst? 


Lebt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter Güte
und Gerechtigkeit und Wahrheit. 
(Epheser 5, 8b-9)

Wir dürfen nicht zulassen, dass dieses Opfer umsonst gewesen ist.
Wir dürfen nicht zulassen, dass all die Qualen, all das Leid, welches Jesus für uns ertragen hat, umsonst gewesen sind.
Wir sind aufgerufen, das Werk, welches Gott vor Zeiten begonnen hat, weiterzuführen.
Wir sind die Träger des Lichts. Wir sind das Leuchten Gottes.
Wir sind die Kinder des Lichts!

Wir müssen das Licht Jesu in die Welt hinaustragen und durch uns immer mehr Menschen zum Leuchten bringen.

Stellen wir unser Licht nicht unter den Scheffel, sondern erhöhen wir es in unserem Leben.
Stellen wir dieses kraftvolle und helle Leuchten auf das höchste Podest, damit alle um uns herum es sehen können.

Stellen wir uns heute einmal die Frage:
Wo soll das Licht Gottes heute durch mich erstrahlen?
Wo ist Dunkelheit um mich herum?
Wer braucht das Leuchten Gottes heute, morgen und in alle Ewigkeit?

Lebt als Kinder des Lichts!

Bringen wir Sein Licht in die Dunkelheit dieser Welt und lassen wir Seine Herrlichkeit durch uns erstrahlen. 

AMEN

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