Monatsspruch April 2026

Jesus spricht zu Thomas:
Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du?
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!

(Johannes 20,19)

Thomas steht vor Jesus – und Jesus stellt eine Frage, die tief geht:
„Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du?“ 

Da schwingt kein Spott mit. Kein Tadel.
Und doch ist da ein leiser Schmerz. Ein Unverständnis.

Ein: „Thomas… wirklich? Nach allem, was du erlebt hast?“
Weil du meine Wunden berührt hast – nur deshalb glaubst du?

Jesus hat so viel getan, so viele Wunder gewirkt – Heilungen, Speisungen, Erweckungen. Er hat Herzen verändert, Dämonen ausgetrieben und die menschliche Religion auf den Kopf gestellt. Thomas war live dabei – er hat alles miterlebt und auch am eigenen Leib erfahren, was Veränderung bedeutet – ein Wandel in Gott. Und doch trägt er Zweifel in sich. Und damit ist er uns näher, als uns lieb ist.

Denn auch wir zweifeln.
An uns.
An unserem Weg.
An Gott.

Wir haben seine Hand in unserem Leben gespürt – vielleicht nicht sichtbar, aber spürbar.
Wir haben kleine und große Wunder erlebt.
Und doch tragen wir Fragen in uns – und manchmal auch Unglauben.

Warum?
Weil das Sichtbare lauter schreit als das Unsichtbare.
Weil unsere Realität Gottes Möglichkeiten übertönt.
Weil wir meinen, das Unmögliche könne nicht möglich sein.

Und doch ist es das.
Gott hat es gezeigt.
Er hat den Tod besiegt.
Er hat das Unmögliche Möglichkeit werden lassen – endgültig, sichtbar, unwiderlegbar.
Er hat den Beweis seiner Macht gegeben. Es ist an uns – dieses Zeichen anzunehmen – Jesus anzunehmen.

Jesus lädt Thomas ein, nicht beim Sehen stehenzubleiben.
Er ruft ihn – und uns – in einen Glauben, der tiefer geht.
Einen Glauben, der vertraut, auch wenn die Hände leer sind.
Einen Glauben, der sagt: „Herr, auch wenn ich dich nicht sehe – Du siehst mich.“

Wir müssen nicht „Thomas“ bleiben.
Wir dürfen „Petrus“ werden.
Nicht perfekt. Nicht fehlerlos. Aber ein Mensch, der Jesus vertraut und an Gott glaubt – felsenfest.

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. 

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